33 Platanen müssen für den großen Umbau weichen
05.02.2012 | 19:18 Uhr 2012-02-05T19:18:00+0100
Datteln.Wer bei Temperaturen von minus zehn Grad den ganzen Tag über draußen ist und nicht friert, der muss richtig in Bewegung gekommen sein. So wie Christoph Ribbrock und seine achtköpfige Mannschaft. Binnen neun Stunden legten sie am Dattelner Neumarkt fast drei Dutzend Bäume um. Am Sonntag.
Gewählt hatte die Stadt als Auftraggeber der Baumfällung den Tag, damit der Individualverkehr problemlos umgeleitet und die Arbeiten möglichst reibungslos über die Bühne gebracht werden konnten. „Wir hatten Posten und Sperren aufgestellt. Nur alle 16, 17 Minuten kam ein Bus. Und dazwischen konnten wir kappen, fällen und häckseln.
Das hat sehr gut geklappt“, so Ribbrock, der unmittelbar hinter der Stadtgrenze zu Waltrop einen Baumdienst betreibt. „Fünf Minuten von unserem Bauhof entfernt war das natürlich ein Heimspiel heute. Und das bei Bilderbuchwetter“, freute sich der Firmeninhaber am späten Nachmittag, als die Kolonne die letzten Äste in den Häcksler gesteckt und die Aufräumarbeiten beendet hatten und die Straße auch wieder für den Individualverkehr freigegeben war.
Insgesamt 33 Platanen mussten gestern weichen. Zwei bis drei Container gehäckseltes Holz blieben am Ende von ihnen übrig. Und bis zu 1,50 m hohe Baumstümpfe, die zur besseren Orientierung des fließenden Verkehrs stehen bleiben und erst im Zuge der noch anstehenden Tiefbauarbeiten aus dem Boden geholt werden.
Am Neumarkt muss Platz geschaffen werden für den geplanten großen Umbau. Anstelle der Kreuzung soll dort ein Kreisverkehr entstehen, zudem wird der Busbahnhof ein neues Gesicht erhalten. Der Platzbedarf wird größer, die Straßenachsen verschieben sich und damit auch die Position der Bäume. Erschwerend kam hinzu, dass die bis zu sechs Meter tiefe Kanaltrasse dicht an den vorhandenen Bäumen entlang führen würde. Die Gefahr, dass gerade auf der Westseite der Castroper Straße vor KiK und Möbel Brauckhoff Schäden am Wurzelwerk entstehen, war groß.
Am Ende des Tages ging alles problemlos über die Bühne. Sehr zur Freude der Stadt und von Christoph Ribbrock. Sorgen über die Ausführung habe er sich vorher keine gemacht. Denn: „Wir haben zehn- bis 20 Mal solche Arbeiten unter ähnlichen Bedingungen in Städten erledigt, in Oberhausen zum Beispiel oder erst vergangene Woche in Neuss.“ Nur vor der Kälte war ihm ein wenig bange. Nicht wegen der Menschen („Wir haben nicht einmal gefroren“), sondern wegen des Materials. „Wir haben die Maschinen über die Nacht in die Halle gestellt und morgens lange warm laufen lassen“, so der Firmen-Chef. Und danach lief alles wie geschmiert.
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