Zeitarbeit eröffnet Chance für Arbeitslose
26.03.2008 | 20:56 Uhr 2008-03-26T20:56:25+0100Kreis Unna. Der Entscheidung der Unionsführung, der Aufnahme der Zeitarbeitsbranche in das Entsendegesetz nicht zuzustimmen, hat sich nun auch die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU des Kreises Unna (MIT) angeschlossen.
"Die MIT begrüßt die klare Positionierung der CDU-Spitze, den Plänen des Bundesarbeitsministers Olaf Scholz (SPD) zur Aufnahme der Zeitarbeit in das Entsendegesetz nicht zuzustimmen", erklärt Frank Murmann, Kreisvorsitzender der MIT in Unna.
Nach Auffassung der Mittelstandsvereinigung hat die Zeitarbeit nicht nur in Deutschland insgesamt, sondern auch hier im Kreis Unna Arbeitssuchenden eine berufliche Chance eröffnet und mitunter auch zum Abbau weiterer Arbeitslosigkeit beigetragen. Als eins von zahlreichen Beispielen nennt der MIT-Vorsitzende das Unternehmen Eberspächer in Unna, das nach eigenen Angaben etwa 50 Leiharbeiter beschäftigt, von denen die Hälfte in ein befristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden sollen.
"Insbesondere sind Geringqualifizierte über die Zeitarbeit wieder in den Arbeitsprozess gelangt und haben dort einen festen Arbeitsplatz gefunden. Es ist deshalb richtig, allen Einschränkungen der Zeitarbeit, wie sie von Gewerkschaften und aus den Reihen der SPD gefordert werden, energischen Widerstand entgegenzusetzen. Mit der Zeitarbeit sind die durch den hohen Kündigungsschutz verursachten Einstellungsbarrieren zumindest teilweise beseitigt worden", so Murmann.
Die MIT kann in dieser Branche keine sozialen Verwerfungen durch ausländische Entsendearbeitnehmer oder so genannte weiße Flecken ohne Tarifbindung erkennen: Alle Zeitarbeitnehmer werden zu tariflichen Bedingungen beschäftigt.
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