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Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub

04.01.2012 | 10:03 Uhr
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
Da war die Welt im Gasthaus Agethen in Unna noch in Ordnung: Die neuen Pächter Ralf und Eva Ziener stellten sich am 14. November 2010 mit Ex-Wirt Karl-Heinz Agethen zum Foto auf. Archivbild: Henryk Brock

Unna.   Die Wirtin einer der traditionsreichsten Kneipen in Unnas Innenstadt hat sich nach Weihnachten in einer Nacht- und Nebelaktion davon gemacht. Das Lokal steht leer, die zurückgelassenen fünf Angestellten und Azubis in Küche und Service wissen nicht, wie es weitergeht. Sie erhielten keine Kündigung.

Verzweiflung bei den Angestellten in einer Unnaer Kneipe: Wirtin Eva Ziener hinterlässt nicht nur ein leer stehendes Gasthaus Agethen, vielmehr eine völlig verzweifelte Mannschaft. Drei Azubis, ein Koch und eine Servicekraft wissen nicht, wie es weitergeht. Die Wirtin soll aber nach Auskunft der verzweifelten Angestellten einen Insolvenzantrag gestellt haben. Zum Teil unter Tränen schilderten sie am Dienstag ihre Situation.

„Schriftliche Kündigungen haben wir bis heute nicht“, sagt die Bedienung. Ihre Namen wollen alle Beteiligten nicht nennen. Dienstagmittag kreuzte der Lebensgefährte von Eva Ziener im Gasthaus auf und wollte die Kündigungen aushändigen. Es kam zum Disput. Der Lebensgefährte verließ das Lokal wieder mit den Kündigungen. Eva Ziener hat mittlerweile die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.

„Am zweiten Weihnachtstag haben wir noch gearbeitet“, so die Kellnerin. Silvester wollte sie sich Sektgläser aus der Gaststätte für eine private Feier holen. „Da habe ich gemerkt, dass Dinge fehlen und bin hoch zu Eva Zieners Wohnung gegangen“, so die Servicefrau. Da war Eva Ziener aber schon mit ihren beiden Kindern über alle Berge. „Wir haben seit Silvester eigentlich kein Auge mehr zu gemacht.“

„Ich habe am 30. Dezember eine SMS von Frau Ziener bekommen. Darin schrieb sie, dass sie das Lokal im neuen Jahr nicht mehr öffnet. Das habe ich für einen Scherz gehalten“, so einer der Auszubildenden. Seitdem habe er nichts mehr von Eva Ziener gehört.

Scherbenhaufen im ausgeräumten Lokal

Dafür habe die ehemalige Wirtin von Zieners Agethen aber Gegenstände aus dem Lokal weggeschafft. Beispielsweise fehle der große Gasgrill, sämtliche Rotweinvorräte seien verschwunden, ebenso Lebensmittel. Nicht zu vergessen die Kasse. „Ich bin schon länger in der Gastronomie, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, klagt ein Auszubildender. Sie alle stünden jetzt erst einmal vor einem persönlichen Scherbenhaufen. Der Koch ist vor ein paar Monaten Vater geworden. Zum Glück hätte er noch sein Dezembergehalt bekommen. „Wir sind in bar bezahlt worden“, so der Koch.

Als der Mann sich nach der Geburt seines Sohnes ein paar Wochen Vaterzeit genommen habe, stellte sich Eva Ziener selbst an den Herd. „Da ging das Geschäft zurück“, so die Kellnerin. Man hätte ihr jede Hilfe angeboten, um das Lokal auf Vordermann zu bringen. Stammgäste hatten Ziener’s Agethen den Rücken gekehrt. „Wir haben auch neue Gäste gewinnen können. Das Weihnachtsgeschäft war gut.“

Ende nach knapp einem Jahr

Erst im November 2010 hatte Ziener die Kneipe zusammen mit ihrem Ehemann und Koch übernommen. Das Paar trennte sich. Der Ehemann verließ auch das Lokal. Zahlreiche Stammgäste kehrten der Gaststätte den Rücken. „Wir wollten in diesem Jahr neu durchstarten“, sagt eine Kellnerin unter Tränen. Ohne Kündigung bekommen die Angestellten kein Insolvenz-Ausfallgeld.

Wie es mit dem Lokal weitergeht, konnte Ex-Wirt Karl-Heinz Agethen am Dienstag nicht sagen. Er hat es an die Radeberger Brauerei verpachtet. Und auch die hat noch keine offizielle Kündigung. Ohne die kann sie sich nicht auf die Suche nach einem Nachfolger machen.

Jens Schopp

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Kommentare
06.01.2012
10:54
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von Subito | #9

Leider müssen wir auf den in einem sprachlich schwachen Deutsch verfassten Kommentar vom Pensionär Bretschneider antworten. Niemand hat das Ziel, Agethen anzuschwärzen, dann eher die unsägliche Frau Ziener, auf die Herr Bretschneider gar nicht eingeht, vielleicht weil er sie kennt. Die Aussagen von Herrn Bretschneider über das Personal von Agethen sind unfassbar schlimm, - Griff in die Kasse, Krankmeldungen!!! - Wir sind schon informiert und wissen, das es so gut wie keine Krankmeldungen bei Agethen gab auch aus Angst vor Kündigung und das das Personal sehr beliebt war bei den Gästen! Das war bei Ziener dann ganz anders, da war das Personal deutlich schlechter! Das mit dem Griff in die Kasse möchten wir lieber nicht kommentieren, Herr Bretschneider, das ist weit unterhalb der Gürtellinie! Die Mutter von Agethen, deren Mann ja verantwortlich ist für den Aufbau und den guten Ruf des Gasthauses, haben wir nur erwähnt, weil in der Nacgbarschaft darüber gesprochen wird, warum Agethen sie nicht in sein eigenes Haus aufnimmt und sie stattdessen in diesem "Geisterhaus" alleine wohnen läßt. Für die Verpachtung erhält Agethen eine Menge Geld, bie diesem Familienbtrieb wäre es wohl besser gewesen, die Eigenregie aufrecht zu halten, denn so könntr man selber den Nachfolger aussuchen, prüfen und bestimmen. Dies ist erheblich schwieriger und vor allem langsamer, wenn eine weit entfernte Brauerei das bewerkstelligen soll! Insofern ist Agethen "ein bischen Schauspieler", wenn er einerseits bedauert, was in "seiner" Gaststätte passiert, aber andererseits kassiert er gerne eine üppige Pacht, egal ob das Haus leersteht oder wieder betrieben wird. Wirklich traurig wird nur die sympathische Mutter sen...

1 Antwort
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von Jowe | #9-1

Leider ist meine Aussprache nicht so wie Sie sich die Wünschen.
Aber meine Meinung ist auch deswegen warscheinlich anders rüber gekommen als Sie sollte.
Ich kenne Frau Zierner nur aus anderen Gesprächen, als Sie im Ententeich und in Iserlohn residierte.
Auch dort hat Sie sich so verabschiedet , aber das ist ganz alleine Ihre Sache und ich werde darüber nicht urteilen.
Die Behauptungen von Krankmelden -Diebstahl usw. waren nicht auf das Personal von Agethen gemünzt, sonder im allgemeinen. In vielen Betrieben der Gastronomie und bei vielen schlechten Mitarbeitern passiert so etwas..
Was meinen Sie was in Kollegenkreisen so alles erzählt wird , was in den einzelnen Betrieben vorkommt (also allgemein und nicht auf Mitarbeiter von Herrn Agethen gemünzt.
Ebenso ist es doch Sache von Herrn Agethen was er mit seinen Betrieb macht und wissen Sie überhaupt ob die alte Dame, die ich selber auch schätze, überhaupt
aus dem Haus will.
Aber wie schon gesagt , fragen Sie sich mal warum so viele Wirte aufgeben, vieleicht finden Sie ja selber eine Antwort.
Im überigen bin ich noch nicht Pensionär sondern stehe nur nicht mehr im eigenen
Betrieb , den ich auch wegen geschäftlichen Schwierigkeiten nach fast 30 Jahren Gastronomie aufgeben mußte.
Hut ab für alle Gastronomen die sich Tag und Nacht für Ihre Gäste den A........ aufreißen.
mit freundlichen Grüßen und der Hoffnug das nun die Kommentare ausbleiben.
H.J. Bretschneider

06.01.2012
08:31
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von Jowe | #8

Ich finde es mehr als befremdend ,wenn an dieser Stelle Karl Heinz Agethen schlecht
gemacht wird.
Es ist doch mehr als recht wenn Dr seinen Betrieb an die Brauerei verpachtet.
Auch seine Mutter da hinein zu interpretiren ist mehr als unverschämt.
Genau so wird Dr auch keine Mitarbeiter ausgelaugt haben.
Gerade in der Gastronomie erwarten alle viel Service wollen aber diesen Service zum
Nulltarif.Gerade Karl Heinz Agethen war immer ein guter Wirt und Chef.
Aber immer sind es ja die armen Mitarbeiter schuld,egal ob es denen egal ist ob der
Betrieb läuft oder nicht.
Da wird einfach krank gemacht ,wird in die Kasse gegriffen,Gäste werden verärgert
aber der Wirt verdient ja genug.
Leute fragt Euch einmal ,warum immer mehr Wirte aufgeben,wenn Ihr alle so gute
Gäste gewesen seid,wären bestimmt noch mehrere Gaststätten da und es hätten
auch noch viele Menschen Arbeit in der Gastronomle.
Diese sagt Euch hier jemand der gerne Gastronom war und noch ist.
Aber seid Ihr doch auch bei uns faire Gäste und unterlast solche Kommentare wie der
An dieser Stelle von Subit
Mfg
Jochen Bretschneider

05.01.2012
08:30
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von Subito | #7

Das Verhalten von Frau Ziener ist haarsträubend und ruft nach dem Gesetz. Da sie in Iserlohn von der Presse nicht "belästigt" wird, schiebt sie auch dies auf ihre in Unna lebenden Eltern ab! Sie muß einen enorm hinterlistigen und feigen Charakter haben! Agethen selber ist Eigentümer des zum teil baufälligen Hauses, in dem nun allein seine betagte Mutter lebt, was auch ein fragwürdiger Zustand ist!! Er bezieht mit 61 eine hervorragende Rente und hat seine Gaststätte an die Radberger Brauerei verpachtet und somit KEINEN Einflüß auf die Nachfolgeregelung! Für die Brauerei ist das eine Immobilie von hunderten, das ineresse, was wir Unnaer Bürger an diesem Kultstandort haben, hat die Brauerei definitiv nicht! Sie ist auch gar nicht handlungsfähig, wenn keine Kündigung vorliegt. Dadurch, das Agethen Eigeninterresse dem Gemeinintereese vorgezogen hat- das Personal hat er auch ausgelaugt bis "zum geht nicht mehr" (eine ist jetzt Invalide) - droht ein längerer Leerstand mitten in Unna! Das wäre auch mit einem besonneren Verhalten seitens des Egomanen Agethen zu vermeiden gewesen. Das entschuldigt aber in keiner Weise das ekelhafte Verhalten der Iserlohnerin Eva Ziener!!!

04.01.2012
18:15
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von Gothaur | #6

Ein ungewöhnlicher Zeitpunkt, denn vor Jahren waren es immer der November und vielleicht noch Anfang Dezember, das sich Wirtsleute aus dem Staub machten. So kurz vor den damals noch traditionellen Sparclubauszahlungen. Denn traditionell hatten die Wirte die Kasse, und somit das Bankkonto unter ihren Fittichen.
Aber Anfang Januar, das hat schon was. Schlimm fürs Personal. Aber vielleicht bietet ja der Weg an die Öffentlichkeit auch eine Chance, das irgendein rettender Engel daherkommt, und bereit ist, mit der Mannschaft das Schiff wieder auf Kurs zu bringen.
Gruß

04.01.2012
17:12
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von nie88 | #5

Drei Azubis, ein Koch und eine Servicekraft ...klar das wurde zu teuer!

04.01.2012
16:54
Blockierter Kommentar.
von dirk7603 | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

1 Antwort
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von shanachie | #4-1

Aber in den letzten Tagen wird doch hier in jedem zweiten Beitrag geschrieben, dass die Kneipen wegen des Rauchverbots schließen müssen.

04.01.2012
16:02
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von Ex-Ruhrgebietler | #3

@Supertina: Können Sie Ihren Beitrag noch mal in halbwegs klarem, verständlichem Deutsch abfassen? Oder beziehen sich die letzten drei Worte auf eben jenen? Dann würde es nämlich wieder Sinn machen...

04.01.2012
14:21
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von DerMerker | #2

Verschleppung und Diebstahl während des Insolvenzverfahrens!
Mitarbeiter sollen Strafanzeigen stellen, Klageerhebung, Urteil!
Aufgrund der geschmälerten Insovenzmasse keine Mittel mehr vorhanden, das Urteil hat mit einer Geldstrafe kein Erfolg also müßen die Ziener einsitzen ohne Bewährung!

Leider ist Deutschland eine Tätergesellschaft und sie werden mit Streicheleinheiten und Ermahnungen in die Freiheit entlassen!

ARMES DEUTSCHLAND

04.01.2012
14:02
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von supertina | #1

warum kommt Frau Eva Ziener ....
ich weiss warum....
kommt keiner mehr , wegen Rauchverbot

genau wie bei mir...gehe nicht mehr Sparclub, wegen Rauchverbot

Kneipen, Restaurant etc gehen langsam pleite, weil keiner kommt wegen Rauchverbot

das ist sehr sehr sehr schade

Gesetz ist Quatsch

2 Antworten
Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von virt77 | #1-1

Ähm ?!? Was hat Ihre grammatikalisch ziemlich verstörende Aussage mit dem Artikel zu tun ?

Wirtin macht sich in Unna einfach aus dem Staub
von cockfosters | #1-2

Rauchverbot? Ich dachte immer, daß sich ein Restaurant mit einem guten und schmackhaften Speisenangebot und nicht mit einem vollgequalmten Gastraum auszeichnen sollte.

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