Wichtige Hilfe zur Selbsthilfe
02.04.2009 | 16:27 Uhr 2009-04-02T16:27:00+0200Kreis Unna. Das Zentrum für Patientenberatung „festigt die Rolle der Selbsthilfe und bringt medizinische Laien auf gleiche Augenhöhe mit den Fachleuten”.
Diese Überzeugung vertraten Gesundheitsdezernent Norbert Hahn und der Dr. Jochen Hartlieb im Gesundheitsausschuss. Die Erfolgsgeschichte der Patientenberatung dokumentierte der im Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz tätige Dr. Hartlieb mit Umfragen seit dem ZeP-Start Anfang 2006 bis zum Herbst 2008. Von den insgesamt fast 400 Veranstaltungen mit mehr als 8 560 Teilnehmern wurden 138 Veranstaltungen mit 3 015 Teilnehmern und von 31 Veranstaltern dokumentiert. Sie fanden vor allem im Gesundheitshaus des Kreises in Unna (63 %) statt und hatten durchschnittlich 22 Teilnehmer. Die Besucher kamen zu 36 % aus Unna, gefolgt von Schwerte (14 %).
Info zu 90 Themen
Behandelt wurden über 90 verschiedene Themen. Besonders gefragt waren Veranstaltungen zu zahnmedizinischen Fragen. Insgesamt reichte die Themenpalette von Hilfen beim Abnehmen über Veranstaltungen zu Demenz und Krebs bis hin zum Schnarchen. Fast 68 % der Befragten besuchten allein 2008 erstmals eine Veranstaltung; knapp 32 % hatten einen Vortrag bereits erlebt. Über 84 % waren 2008 angetan, weil das Thema leicht verständlich präsentiert wurde; fast 75 % waren sicher, etwas Neues erfahren zu haben. ZeP regt auch zum Dialog an, wie die Dokumentation vor dem Ausschuss unter Leitung von Martin Wiggermann zeigte: Über 90 % der Teilnehmer nutzten die Möglichkeit für Nachfragen bzw. zum Meinungsaustausch (gut 80 %).
Noch nicht zufrieden ist Dr. Jochen Hartlieb mit der Altersstruktur. Über 55 % der Teilnehmer sind 55 Jahre und älter. „Wir müssen uns noch weiter verjüngen“, nannte Dr. Hartlieb im Gesundheitsausschuss ein wichtiges Ziel für die weitere Arbeit.
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