Weniger Geburten, mehr Hebammen
14.11.2008 | 19:03 Uhr 2008-11-14T19:03:42+0100Unna. (jok) Vor elf Jahren erschien die erste Liste von freiberuflichen Hebammen aus dem Kreis Unna. Damals wurden dort noch 20 Hebammen aufgeführt. Mittlerweile sind es 46 - trotz weniger Geburten.
"Immer öfter lassen sich Frauen während der Schwangerschaft von Hebammen begleiten", erklärt Josefa Redzepi, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Unna. Daher verwundere die gestiegene Zahl an Hebammen nicht.
"Es geht im Endeffekt um das gegenseitige Vertrauen. Deshalb greifen immer mehr Frauen auf uns zurück", meint Anke Markmann, freiberufliche Hebamme aus Unna. Den Schwangeren reiche eine Behandlung durch die Frauenärztin oder den Frauenarzt oft nicht mehr aus. Markmann: "Ärzte sehen viele Dinge eher aus medizinischer Sicht. Daher wollen viele Frauen oftmals eine zweite Meinung und eine ständige Beratung während der neun Monate." Grund dafür sei ein, in den letzten Jahren, gestiegenes Gesundheitsbewusstsein, fügt Josefa Redzepi an.
Neben Beratung in der Schwangerschaft bieten die freiberuflichen Hebammen weitere Dienste an: Schwangerenvorsorge, Geburtsvorbereitungskurse, Nachsorge und Rückbildungskurse. Hinzu kommt die Hilfe bei Hausgeburten und Geburten im Geburtshaus. Auch in den Kreissaal begleiten die Hebammen die werdenden Mütter.
In der aktuellen Liste stellen 41 Hebammen aus dem Kreis Unna und fünf auswärtige Hebammen ihre Arbeit vor. Die Veröffentlichung wird vom Büro für Gleichstellungsfragen der Stadt unterstützt.
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