Wachdienst schützt vor Ersatzteil-Dieben
31.07.2009 | 23:00 Uhr 2009-07-31T23:00:00+0200Unna. Autos ohne Räder, ausgebaute Airbags oder Navigationsgeräte, die fehlen, die verschwunden sind. BMW Pro Car wurde über Jahre von Dieben heimgesucht. Filialleiter Heiner Trimbusch war es vor ein paar Monaten leid: Jetzt patrouilliert nächtens ein Wachdienst auf dem Gelände an der Hansastraße.
„Seitdem haben die Diebstähle dramatisch abgenommen”, sagt Trimbusch. Regelmäßig drehte der Wachmann zwischen Geschäftsschluss und Öffnung am kommenden Tag seine Runden auf dem recht großen Areal. „Wichtig für uns ist, dass der Mann Präsenz zeigt”, so Heiner Trimbusch.
Der Wachdienst setze stark auf Deeskalation. Verhielten sich Menschen auffällig, die nach Geschäftsschluss noch auf dem Gelände aufhielten. „Oft sind es ja auch potenzielle Kunden, die sich nach Feierabend unser Angebot auf dem Platz anschauen”, sagt Heiner Trimbusch.
Wie hoch der Schaden durch geklaute Autoteile mittlerweile ist, kann der Filialleiter nicht beziffern. Er sagt aber auch: „Einen Wachdienst zu engagieren, ist kein ganz billiges Vergnügen.”
Auf lange Sicht dürfte es sich aber lohnen. Allein der zusätzliche Aufwand, der durch die aufgebrochenen Autos in seinem Hause entstehe, sei schon enorm. „Wenn aus zehn oder zwölf Autos die Airbags geklaut werden, müssen zehn oder zwölf Kunden länger auf die Auslieferung warten.” Das verursache Ärger und Frust.
Und die Kosten für seinen Betrieb stiegen durch die ständigen Diebeszüge jedes Jahr. „Die Versicherung verlangt dann doch immer höhere Prämien”, sagt Heiner Trimbusch. Wenn die Schäden kontinuierlich zurückgingen, könne er irgendwann wieder mit seiner Versicherung verhandeln, dass die Prämien gesenkt werden. Und Erfolge habe der Wachdienst auch schon zu verzeichnen. „Drei Leute, die hier etwas stehlen wollten, haben wir in den vergangenen Monaten bei der Polizei angezeigt.”
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