Supermarkt ist vom Tisch
30.04.2010 | 17:33 Uhr 2010-04-30T17:33:00+0200Königsborn. Der geplante Supermarkt auf dem Sportplatz an der Palaiseaustraße ist gestorben.
Das hat der Verfasser des Einzelhandelsgutachten für die Stadt Unna gestern bei einem Ortstermin dem interfraktionellen Arbeitskreis empfohlen.
„An diese Empfehlung werden wir uns auch halten”, sagt SPD-Ratsherr Wolfgang Ahlers. Grund für das Aus des neuen Supermarktes im Quartier Berliner Allee: Das kleine Einzelhandels- und Gastronomie-Zentrum unterhalb der Hochhäuser dürfe durch eine Ansiedlung eines Discounters nicht gefährdet werden.
Das hat sich im vergangenen Jahr weiterentwickelt. Aus dem Mini-Markt ist ein Maxi-Markt mit einem erweiterten Lebensmittelangebot geworden. „Die meisten Leute sind mit dem Angebot zufrieden”, sagt Wolfgang Ahlers. Es sei zu befürchten gewesen, dass bei der Ansiedlung eines Discounters die ganze Passage gelitten hätte. Wenn der Maxi-Markt nicht mehr konkurrenzfähig gewesen wäre, hätte das Leerstand nach sich gezogen. Das ist nun vom Tisch. Der Einzelhandelsgutachter revidierte sein vor mehr als einem Jahr erstelltes Gutachten und nahm die Empfehlung zur Supermarkt-Ansiedlung heraus.
Die GAL und FDP waren schon immer gegen die Ansiedlung. „Wir sollten lieber den Maxi-Markt stärken, als einen Discounter ansiedeln”, so GAL-Ratsherr Thomas Schmidt. „Es wäre für die Händler an der Berliner Allee das falsche Signal gewesen, ihnen einen Supermarkt vor die Nase zu setzen”, sagt FDP-Vorsitzender Martin Bick. Im Gespräch war Lidl.
Und CDU-Fraktions-Chef Klaus Göldner sagt: „Es wäre nicht in Ordnung, die Betreiber des Maxi-Marktes der Konkurrenz eines großen Supermarktes auszusetzen.”
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