SGV auf der Suche nach Jungbrunnen
15.02.2012 | 17:47 Uhr 2012-02-15T17:47:00+0100
Unna.Wandern ist wieder cool. Die Berge sind voll mit jungen Familien, auf beliebten Routen wie dem Rothaarsteig und anderen Wanderwegen begegnen sich reihenweise Paare und Gruppen diesseits der 40, die Outdoor-Bekleidungsbranche boomt. Doch die Mutter aller Wandergruppen, der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) ergraut immer mehr. Eine Verjüngungskur stellte jetzt bei den heimischen SGV’lern Vanessa Gremm von der Arnsberger Zentrale vor.
S’Ourland heißt die neue Marke des SGV – eine Mischung aus Sauerland und der englischen Übersetzung. Neue Zielgruppen soll sie ansprechen. „Es ist der Versuch, abteilungsübergreifend Angebote zu machen“, berichtet der erste Vorsitzende des SGV Unna, Martin Stoltefuß. S’Ourland bietet alle Trendsportarten. Gleitschirm fliegen, Geocaching, Segway-Touren, Mountainbikes, GPS-Kurse und vieles andere mehr. „Man muss nicht Mitglied sein, um bei S’Ourland mitzumachen“ – dies zu erwähnen ist Martin Stoltefuß ganz wichtig. Denn dem jungen Vorstandsvorsitzenden (32) ist klar, dass sich immer weniger junge Menschen an einen Verein binden wollen. Wobei er diese Scheu sehr bedauert, „zumal doch die Wanderwege, die die Leute benutzen, erst durch Wandervereine möglich wurden und immer noch sind“, gibt er zu bedenken. Auch wer sich nicht auf lokaler Ebene engagieren möchte oder es aus zeitlichen Gründen nicht könne, könne die Wanderbewegung unterstützen – nämlich mit dem Mitgliedsbeitrag für unter 30 Euro im Jahr.
Neben dem Werben um Nachwuchs stand bei der Jahreshauptversammlung des SGV der Dank an verdiente Mitglieder im Mittelpunkt. Für zehnjährige Treue wurden Peter Schampera, Margret Oberbossel und Hildegund Bonefeld geehrt. 25 Jahre im SGV sind Hilde Krauss, Lothar Ihne und Martin Lügger. Ein halbes Jahrhundert Mitglied sind Christa Gütschow und Renate Lambardt. Auf 60 Jahre als Mitglied blicken Manfred Rödermund und Martha Herrmann zurück.
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