Rathaus will Supermarkt auf Webersportplatz
22.06.2010 | 17:40 Uhr 2010-06-22T17:40:00+0200
Unna.Die geplante Bebauung des Sportplatzes an der Weberstraße soll nach Willen der Bauverwaltung mit einem Supermarkt erfolgen. Das teilten Stadtplaner Michael Ott und Technischer Beigeordneter Ralf Kampmann mit. Der Standort des Nettomarktes an der Massener Straße sei mit Nachteilen behaftet, so Ott. „Wir wollen in dem Bereich Strukturen stärken“, sagte Michael Ott. Ob auf der Fläche im östlichen Bereich sich ein Netto, Aldi oder Lidl ansiedeln kann, hängt davon ab, wer bei der erforderlichen Ausschreibung der Fläche das Rennen macht.
Strittig ist in der Politik allerdings, ob überhaupt Einzelhandel angesiedelt werden soll. „Wir diskutieren über die Pläne, aber grundsätzlich haben wir nichts gegen eine Ansiedlung von Einzelhandel an der Stelle”, so CDU-Fraktionschef Klaus Göldner. Eine Variante wäre der Umzug des Netto-Marktes vom eher schlechten Standort Massener Straße an die Weberstraße.
Areal ist 25 000
Qudaratmeter groß
SPD-Fraktionschef Michael Hoffmann sieht Einzelhandel an der Weberstraße kritisch: „Wenn ein Dritter die Fläche bekommt, ist der Netto-Markt in Gefahr. Dann droht dem Viertel um das Evangelische Krankenhaus die Nahversorgung wegzubrechen.“ Denn auch dort lebten viele Menschen, die auf einen Markt angewiesen seien, so Michael Hoffmann.
Auf dem insgesamt 25 000 Quadratmeter großen Areal soll Wohnraum für alle Generationen geschaffen werden. Im hinteren Teil, in Nachbarschaft zum Bonifatiusheim, soll eine dreigeschossige Wohnbebauung entstehen. „Vielleicht bevorzugt von älteren Menschen, die keinen Garten mehr pflegen wollen oder können”, so Kampmann.
Davor bliebe Platz für eine aufgelockerte Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern. Der Spiel- am Boniheim bleibt ebenso wie der Parkplatz am Ring erhalten. Vom Verkehrsring aus soll das Gebiet erschlossen werden.
Mit dem Erlös des Sportplatzes soll ein neues Zentralstadion am Südfriedhof gebaut werden. Aus ihm soll der Löwenanteil der Mittel kommen. Den Rest hat Kämmerer Karl-Gustav Mölle noch auf der hohen Kante.
Abgespeckte Version eines Sportplatzes
Wie berichtet soll in dem Bereich eine abgespeckte Version eines Stadions entstehen. In einem ersten Bauabschnitt werden der Sportplatz, ein Vereinsheim und Parkplätze gebaut. Und auch der Sportplatz am Hertinger Tor soll versilbert werden. Dafür liegen aber noch keine Pläne vor. Das gesamte Areal mit dem benachbarten, leerstehenden Horenkampgelände steht zur Überplanung an.
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