Procar wird Nummer 1
20.10.2009 | 23:59 Uhr 2009-10-20T23:59:00+0200
Unna. Die Procar AG mit ihrem BMW-/Mini- Autohaus in Unna wird morgen größter BMW-Händler Deutschlands und Europas. Verlassen hat derweil der Unnaer Heiner Trimbusch das Unternehmen als Geschäftsführer.
Er steht jedoch durch die Vermietung der Immobilien an der Hansastraße nach wie vor in geschäftlichen Beziehungen mit der Procar Aktiengesellschaft.
Gefeiert wird bei der Procar morgen nicht nur das 20-jährige Bestehen, sondern auch die Übernahme weiterer BMW-Häuser im Rheinischen, so dass das Unternehmen nun über 18 Standorte in NRW verfügt. Mit einem übrigens „sehr schönen Haus in Unna”, wie der Vorstandsvorsitzende Heiko Emde gestern im Gespräch mit unserer Redaktion befand. Deshalb wolle man auch weiter in Unna und vor allem in der Immobilie der Familie Trimbusch an der Hansastraße bleiben. Die beruflichen Beziehungen zwischen Procar und Heiner Trimbusch sind unterdessen aufgelöst. Über Gründe will keiner sprechen, Vorstand Felske stellt allerdings unzweideutig fest: „Die Trennung hat nichts zu tun mit der Sache Schlaffge/Emde.”
Zur Erinnerung: Die Firma Schlaffge war seinerzeit mit ihren BMW-Autohäusern in Schwerte und Unna an der Hansastraße in wirtschaftliche Schieflage geraten und mit ihr Heiner Trimbusch. Übernommen wurde das Autohaus
von der Wuppertaler Emde-Gruppe, die wiederum vor vier Jahren eben von Procar. Die heutige Aktiengesellschaft ”Procar Automobile AG” wurde 1989 in Bottrop als GmbH gegründet und ist mittlerweile börsennotiert mit Hauptsitz in Essen. Wirtschaftliches Ziel im nächsten Jahr: 400 Mio. Euro Umsatz (bisher 270 Mio.) mit 7 000 Neu- und 10 000 Gebrauchtwagen. Dafür stehen aktuell rund 1 000 Mitarbeiter, darunter 180 Auszubildende. Die nächste Filiale ist in Iserlohn zu finden.
Ob und wie das Unternehmen weiter expandieren kann und will, steht derzeit noch nicht fest. Laut Felske ist es nicht so einfach, weiter geeignete Partner zu finden.
„Das ist ein schöner Vertrauensbeweis von der BMW AG an Procar”, sagt Felske und fügt an, dass die neue Unternehmensgröße den Kunden zugute komme.
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