„Pray Party“ mit Jugend-Disco
26.10.2010 | 15:34 Uhr 2010-10-26T15:34:00+0200
Unna.„In Unna nix los“ für Kinder und Jugendliche? „Nix da“, sagt der Synodale Jugendreferent für den Ev. Kirchenkreis Unna, Detlef Maidorn, und präsentiert mit den Unnaer Jugendreferenten einen neuen, druckfrischen Flyer, „der über das umfangreiche Angebot informieren soll“.
Ein handlicher, zehn Seiten Mini, der mit Kurzinfos die evangelischen Einrichtungen im Stadtgebiet vorstellt und an Jugendliche sowie Kinder verteilt werden soll. „Wir haben dazu vorher Jugendliche befragt, die unsere Einrichtungen besuchen“, sagt Andreas Voß (Kinder-Jugendhaus „Taubenschlag“ in Königsborn).
Dabei sei klar geworden, ergänzt Freya Walke vom Ichtys-Haus in Massen, „dass die Kinder knappe Informationen bevorzugen und einen Flyer, der in die Hosentasche passt.“
Die farbige Broschüre wurde in einer 100er Auflage gedruckt und soll auch gezielt auf der Straße verteilt werden. Beispielsweise von Philipp Kleffner, der auch rund um das Jona-Haus in der Gartenvorstadt unterwegs ist. In der aufsuchenden Kinder- und Jugendarbeit, oder knapper, als Streetworker.
Dass die Anlaufstellen der Kirche „oft das einzige Angebot für Kinder und Jugendliche neben Fußballverein oder Reitclub sein können“, weiß Ulrike Faß, die für die Dörfer im Osten mit dem Ludwig-Polscher-Haus (Lünern), dem Philipp-Nicolai-Haus (Mühlhausen) oder dem Haus Regenbogen (Hemmerde) zuständig ist.
Die Jugendreferenten wollen auch in Zukunft ihre Kräfte bündeln und Synergien nutzen. Als ein Ergebnis soll als Großveranstaltung bald eine „Pray Party“ steigen, „also ein Gottesdienst, der die Kinder und Jugendlichen aktiv einbindet, mit anschließender Disco“, erklärt Andreas Voß.
Gute Zusammenarbeit
Trotz aller Zusammenarbeit gestalten die Einrichtungen ihr Programm vor Ort letztlich individuell. „Das müssen wir auch“, sagt Freya Walke, „denn jede Einrichtung hat ihr besonderes Klientel und muss auf diese Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingehen.“ Das könne die Hausaufgabenhilfe, der Mini-Club oder das Bastelangebot sein.
In einem sind sich die Referenten einig: Das Angebot verlagere sich mehr auf den späteren Nachmittag und Abend, „da die Schulzeiten sich geändert haben“. Zudem verjüngere sich das Besucherklientel: „Ging es früher mit 13 los, sind jetzt unsere Hauptgruppe die Zwölf- bis 16-Jährigen.“
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