Politik hat Einsparpotenzial
15.12.2010 | 17:30 Uhr 2010-12-15T17:30:00+0100
Unna.Kein Verständnis für die Erhöhung der Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates der Wirtschaftsbetriebe Unna hat Eberhard Kanski, Vorstandsmitglied des Bundes der Steuerzahler NRW. „Kommunalpolitik ist Ehrenamt“, sagt der Diplom-Volkswirt. Das Mandat im Aufsichtsrat sei für Kanski bereits durch die Aufwandsentschädigung abgegolten, die das Mitglied schon für seine Arbeit im Stadtrat erhalte.
Er selbst sei als freiwilliger Sparberater in der Gemeinde Holzwickede tätig gewesen. „Das habe ich ehrenamtlich getan und keinen Cent dafür genommen“, sagt Kanski. Mehrfach habe er sich mit dem extra eingerichteten interfraktionellen Arbeitskreis zur Erstellung des Haushaltssicherungskonzeptes getroffen und Sparvorschläge mit den Vertretern aus Politik und Verwaltung erarbeitet, so Kanski. Neben Holzwickede hat er auch noch anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen als Sparberater ehrenamtlich zur Seite gestanden.
Das Argument, dass die erhöhten Bezüge auf Grund von mehr Verantwortung gewährt werden (Stichwort: persönliche Haftung der Aufsichtsratsmitglieder), lässt Kanski nicht gelten. „Wer in die Kommunalpolitik geht, weiß, dass er dafür einen Teil seiner Freizeit opfern muss.“ Es gebe bei der Politik selbst noch genügend Einsparpotenzial.
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