Noch erfüllen Schulen alle Wünsche
18.02.2010 | 06:00 Uhr 2010-02-18T06:00:00+0100Unna. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) hat rein rechnerisch zu wenig, Pestalozzi-Gymnasium Unna (PGU) und Ernst-Barlach-Gymnasium (EBG) haben dafür zu viele Schüler.
Doch „wir verschieben niemanden”, räumen alle Schulleiter dem Elternwillen oberste Priorität ein. „Die Räume müssen einen hohen Ausnutzungsgrad haben”, sagte Schuldezernent Uwe Kornatz gestern Nachmittag nach einem Treffen mit Michael Strobel (GSG), Jürgen Meinel (PGU) und Gabriele Müller-Vorholt (EBG). Damit können alle Fünftklässler des Jahrgangs 2010/2011 ihre Wunschschule besuchen – zumindest, was die Gymnasien betrifft. Für die Gesamtschule Königsborn (GEK) gilt weiterhin: 54 Mädchen und Jungen sind zu viel und bekommen an einer anderen Schule einen Platz angeboten. Für 115 Kinder des fünften Jahrgangs hat GEK-Leiter Hans Ruthmann Platz, 167 sind angemeldet. Wie berichtet, erfolgt das von der Bezirksregierung Arnsberg vorgeschriebene Auswahlverfahren nach dem Prinzip, dass ein Querschnitt von leistungsstarken und -schwachen Schülern erfolgt. Nach dem Schulausschuss am Montag werden die Eltern benachrichtigt, deren Kindern ein Platz an einer anderen Schule angeboten wird. „Wir haben schon Kontakt mit Schulen und bereiten alles vor”, sagt Ruthmann an die Adresse besorgter Eltern. Der Wohnort spielt bei der Auswahl keine Rolle. So kann es theoretisch sein, dass ein Königsborner zur Schule nach Kamen ausweichen muss. Der freie Elternwille sei das politisch gewollte Kriterium, es gebe keine Einzugsgebiete mehr, erklärt der GEK-Leiter. Außerdem könne seine Schule von Königsborner Kindern allein nicht mehr leben – „das sind einfach zu wenige”. Ob der Elternwille weiterhin erfüllt werden kann, wird vom neuen Schulentwicklungsplan abhängen. Immer wichtiger werde der Blick über die Stadtgrenze, sagt Uwe Kornatz im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Holzwickede. Doch auch andere Nachbarn könnten Ansprechpartner werden: Im neuen Jahrgang 5 kommen 50 Kinder aus Werl, 55 aus Dortmund, 54 aus Fröndenberg und 41 aus Kamen.
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