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Neue Technik vereinfacht Warnen

16.03.2011 | 18:15 Uhr
Neue Technik vereinfacht Warnen

Unna.Nach der Erdbeben-Katastrophe wurde in Japan Strahlenalarm ausgelöst. Dieses Schreckensszenario spielt sich gut 9 000 Kilometer von uns entfernt ab. Aber wie wird eigentlich die Bevölkerung in Unna gewarnt, wenn hier tatsächlich einmal etwas passieren sollte?

Im Sommer wird die Feuerwehr ihr Alarmierungssystem von analog auf digital umstellen. „Damit wird es in Zukunft noch einfacher sein, die Bürger im Notfall zu warnen“, sagt Stadtbrandinspektor Thomas Engelbert.

Bisher gibt es zwei Möglichkeiten: Der erste Weg sind Durchsagen von Polizisten oder Feuerwehrleuten über Lautsprecher an ihren Fahrzeugen. Als zweites Mittel kann die Feuerwehr im Katastrophenfall direkt in das laufende Programm des Radiosenders Antenne Unna eingreifen. „Per Knopfdruck könnten wir uns von der Feuerwehr direkt einschalten und so die Bevölkerung informieren. Beispielsweise könnten wir bei Austritt einer Schadstoffwolke aus einer Fabrik die Leute dazu aufrufen, die Fenster zu schließen“, erklärt Thomas Engelbert.

3-minütiger Dauerton warnt die Bevölkerung

Mit der Einrichtung der digitalen Alarmierung kommt nun als drittes die Möglichkeit hinzu, die Bürger über Sirenen zu warnen. Bisher werden die Sirenen bei Feueralarm genutzt, um die Feuerwehrleute zu alarmieren. Dann heult drei Mal ein 15-sekündiger Ton auf. Die neue Technik ermöglicht, dass die Sirenen auch einen anderen Ton abgeben können. Bei einer Warnung wird dann drei Minuten lang ein gleichbleibender Dauerton zu hören sein. „Wenn man den hört, sollte man das Radio oder den Computer einschalten. Über Antenne Unna oder das Internet geben wir genaue Informationen zur aktuellen Krisensituation bekannt“, so der Stadtbrandinspektor.

Bis die neue digitale Technik in Betrieb gehen kann, müssen noch einige Vorkehrungen getroffen werden. „Zunächst müssen wir die technische Umrüstung beenden“, erläutert Thomas Engelbert. „Danach wird das neue System getestet, indem es parallel zum alten läuft. Am Ende muss ein Gutachter sein Okay geben, dass wir das alte System abschalten können“, fügt der Stadtbrandinspektor hinzu. Er schätzt, dass es im Juni oder Juli so weit sein wird.

Katharina Klöber

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