Leid der Linden wächst zum Skandal
21.04.2010 | 21:00 Uhr 2010-04-21T21:00:00+0200Unna. Das stumme Leid der Linden auf dem künftigen „Platz der Kulturen” wächst sich aus zum lautstarken Protest.
„Ein Skandal, es ist für mich unbegreiflich, dass offenbar jeder Privatmann mehr Sachverstand hat als die Fachleute vom Amt, die damals für die Anpflanzung und jetzt für die Neueinsetzung der Bäume verantwortlich sind”, schimpft Karl-Heinz Agethen. Besonders peinlich; für Baumersatz muss der frisch renovierte Platz wieder aufgerissen werden: Zusatzkosten 20 000 €.
Der ehemalige Vorsitzende des Wirtevereines (dessen Mitglieder eine Linde sponserten) kann es nicht fassen, dass die Pflanzbeete offenbar schon beim Einsetzen zu klein angelegt wurden. Agethen: „Jedes Kind lernt doch in der Schule, dass das Wurzelwerk ähnliche Ausmaße hat und haben muss wie die Baumkrone, um die Standfestigkeit zu gewähren”. Warum die vor 15 Jahren im Kunstprojekt angepflanzten Linden aufgrund einer ganzen Fehlerkette gefällt werden müssen, wird zurzeit aufgearbeitet.
Umweltamtchef Joachim Schmidt will in der Verwaltungsvorlage die Verantwortlichkeiten benennen. Sauer sind auch Vertreter weiterer Institutionen, die damals Bäume mit jeweils 500 Mark sponserten. Acht Linden, die jetzt im Wurzelwerk bei der Platzneugestaltung „tödlich” verletzt wurden. Wie der Verkehrsverein, sponserten sowohl SPD-Fraktion beziehungsweise Stadtverband. „Auch unsere Linden müssen von denjenigen ersetzt und bezahlt werden, die für die Fehler verantwortlich sind”, fordert Fraktionschef Michael Hoffmann, damals Vorsitzender des Kulturausschusses.
Umweltamt-Leiter Joachim Schmidt hat jetzt bereits Versäumnisse vor dem Umweltausschuss eingeräumt, zudem den Kulturbetrieb als damals federführend in der Anpflanzung der Linden benannt. Kulturbetriebe Chef Axel Sedlack weist jede Mitverantwortung von sich. „Es ist richtig, dass wir die Bepflanzung mit dem damaligen Stadtkünstler Dieter Magnus vor etwa 15 Jahren initiiert haben. Für die fachgerechte Ausführung waren jedoch Garten- und Bauamt verantwortlich.” Sedlack fordert, dass das grüne Umwelt-Kunstwerk auf jeden Fall auf dem neugestalteten Platz erhalten bleibt. Die Verursacher der Misere hätten für Ersatz zu sorgen: „Lindenbäume im Sinn der damaligen Kunstaktion, die indirekt auch an die Brautradition und das Lindenpils erinnern sollen”.
19:56
Hochbezahlte Beamte was tuhen Sie? Nichts!!
Ich war es nicht !!
Verantwortung übernehmen, weit gefehlt!!
Wer kontrolliert die Verantwortlichen?Und wer bezahlt diese Herren/Damen auch noch !!
Wer haftet/kommt für den Schaden auf?
16:37
Wie die Blagen...Ich wars nicht, DER wars...
Schade um die Bäume
12:26
Typisch Unna !