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Im Kürten-Atelier

Kunstgenuss mit der Pop-Art-Banane

16.04.2010 | 17:07 Uhr
Kunstgenuss mit der Pop-Art-Banane

Unna. In der internationalen Kunstszene ist Thomas Baumgärtel so etwas wie ein Restaurantkritiker – der Kölner Künstler markiert für ihn persönlich wichtige Kunstorte mit seinem Markenzeichen: der Pop-Art-Banane.

 In der Szene gilt sie als inoffizielles Gütesiegel – und auch Nicht-Kunstkenner haben sie schon einmal gesehen.

Ab Sonntag, 18. April, wird Baumgärtel alias der Bananen-Sprayer 14 seiner Sprayarbeiten, die als Wandobjekte, Bilder und Skulpturen daherkommen, im Rahmen einer Ausstellung im ehemaligen Atelier des Künstlers Carlernst Kürten, Hammer Straße 175, zeigen. Am Sonntag um 15.30 Uhr wird der Künstler die Ausstellung, die bis zum 13. Juni dauert, offiziell eröffnen. Bürgermeister Werner Kolter spricht dazu die Grußworte, Ricarda Fox, Galeristin aus Essen/Mühlheim, führt ins Thema ein.

Die Banane hat im Werk Thomas Baumgärtels vielerlei Bedeutungen: Etwa als Symbol für den Kolonialismus, für Erotik oder für das geteilte Deutschland. Die in Unna ausgestellten Spray-Exponate haben zwei Dinge gemeinsam: die Grundfläche ist Metall und die Motive werden mittels Schablonen aufgetragen. Ob Spindtüren, Kehrblech oder Walzen – beinahe auf allen Werken drängt sich die bekannte Banane kontrastreich in den Vordergrund. Zu Beginn seiner Schaffenszeit 1986 war Baumgärtel noch inkognito unterwegs – zehn Jahre lang – und sprühte sein Symbol auf die Wände von Kunstorten – bis eine Kölner Zeitung seine Identität preisgab. Damals als subversiv geltend, kündigt sich der Künstler heutzutage an, wenn er Kunstorte inspiziert, um gegebenenfalls sein Qualitätsurteil zu hinterlassen. Und eine von „100 Bananen fürs Ruhrgebiet”, einer Baumgärtel-Aktion zur Ruhr.2010, prangt auch am Kürten-Atelier.

Ingo Schmidt

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