Keine Parkregelung in der Nacht
10.03.2011 | 17:47 Uhr 2011-03-10T17:47:00+0100
Unna.Das Thema Parkchaos rund um das Evangelische Krankenhaus (EK) entwickelt sich zur unendlichen Geschichte. Erst fliegt der Verwaltung gleich zwei Mal eine Bürgerversammlung um die Ohren, dann muss sich auch noch der Chef der Klinik vorwerfen lassen, er gehe fahrlässig mit Krankenkassenbeiträgen um.
Kritik an EK-Vorstand
Dass das Thema Parken hoch emotional besetzt ist, bekommt in den vergangenen Wochen nicht nur Ordnungsamtsleiter Wolfgang Rickert zu spüren. Auch EK-Stiftungsvorstand Dr. Dietmar Herber-hold musste sich gestern rechtfertigen. Er hatte in der Bürgerversammlung am Mittwochabend den direkten Anwohnern der Klinik angeboten, ihnen die Hälfte der Kosten für einen Bewohnerparkausweis zu erstatten. Der Ausweis kostet pro Jahr 30 Euro. Daraufhin beschwerten sich am nächsten Tag Bürger, Herberhold gehe fahrlässig mit öffentlichen Geldern um. „Um Gottes Willen“, stellte Herberhold gestern klar. „Nicht das EK bezahlt die Hälfte zum Bewohnerparkausweis, sondern der Betreiber des Parkhauses, die hanseReal GmbH.“ Herberhold habe lediglich das Angebot der Betreiber übermittelt.
Angebote hatte auch Ordnungsamtsleiter Wolfgang Rickert vorbereitet, als er Mittwochabend in der Falkschule eine Bauchlandung erlitt. Er hatte nicht einmal die Möglichkeit, alle seine Vorschläge vorzustellen. Schon nach der fünften von insgesamt 28 Folien kochte die Volksseele.
Am kommenden Dienstag nun, wenn sich die Mitglieder des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung abschließend zum Thema Parkchaos im EK-Viertel eine Meinung bilden, wird es wohl auf folgenden Vorschlag hinauslaufen: Die Neuordnung wird wie von der Verwaltung vorgeschlagen umgesetzt. In einigen Bereichen gilt dann demnächst eine Parkscheibenregelung, auf den direkten Straßen rund ums EK werden Parkscheinautomaten aufgestellt. Ausgenommen von der Neuordnung ist erst einmal die Falkstraße. Dort soll die Politik die weitere Entwicklung abwarten. Neben dem neuen Parkhaus entsteht an der Straße derzeit auch eine neue Tagesklinik. Anderthalb Jahre werden deshalb wohl noch ins Land ziehen. So lange bleibt der aktuelle Status quo (östliche Seite Parkscheibe, westliche Seite keine Regelung) auf der Falk-straße erhalten.
Vom Tisch ist die Nachtregelung. Ab 19 Uhr ist das Parken in dem Viertel damit wieder auf allen Straßen frei.
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