Irritation bei Ruhr.2010
01.10.2009 | 23:59 Uhr 2009-10-01T23:59:00+0200
Der Ausstieg der Stadt Unna aus dem Projekt des Kreativquartiers für Ruhr 2010 in der Landesstelle hat in der Projektgesellschaft für erhebliche Irritationen gesorgt.
Der Ausstieg der Stadt Unna aus dem Projekt des Kreativquartiers für Ruhr 2010 in der Landesstelle hat in der Projektgesellschaft für erhebliche Irritationen gesorgt. Ruhr-2010-Direktor Dieter Gorny macht aus seiner Enttäuschung und gleichzeitiger Verwunderung keinen Hehl: „Wir sind mehr als überrascht und erstaunt, dass sich die Stadt aus dem Projekt zurückzieht”, sagt Dieter Gorny. Vor allem sei man darüber verwundert, dass niemand seitens der Stadt mit den Verantwortlichen der Kulturhauptstadt Ruhrgebiet auch nur mal gesprochen habe.
„Wir haben die Idee nach Unna getragen. Und wenn es Probleme mit den Finanzen in der Stadt gibt, hätte man doch zusammen mit Bund und Land über Lösungsmöglichkeiten nachdenken können.”
Bereits im September hätten die ersten Künstler einziehen sollen. Mit ihren Mietzahlungen hätten sie das Künstlerquartier in Niedermassen mehr weniger selbst finanziert. Alles ist nun perdu.
„Was noch mehr erstaunt, ist, dass der Stadt, der doch so viel an der Entwicklung der alten Landesstelle liegt, jetzt eineinhalb Jahre Arbeit negiert”, sagt Dieter Gorny.
„Das Villa Massimo nicht stattfinden kann, ist eine Riesensauerei von Land und Bund als Eigentümer der ehemaligen Landesstelle”, sagt Michael Hoffmann, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion und des Kulturausschusses. Grund: Als das Projekt angeschoben wurde, sei von Mietforderungen nie die Rede gewesen. Bis zu 5 000 Euro im Monat an Miete, hinzu kämen Nebenkosten und eventuelle Investitionskosten für die Gebäude. Unterm Strich wäre die Stadt mit einem hohen fünfstelligen Betrag dabei, rechnete Kämmerer Karl-Gustav Mölle vor. „Die Stadt Unna hat das Geld einfach nicht. Insofern ist das Verhalten der Stadt nur konsequent. Zwar sei die Entscheidung gegen Massen für die weitere Entwicklung des Geländes sehr schade, dennoch sei Unna mit mehr als 15 Projekten bei Ruhr 2010 gut vertreten. Stichwort: Lichtkunstzentrum.
11:31
Irritationen? Bei mir hat es eher für Irritation gesorgt, dass dieser Standort ernsthaft als ein Kreatives Zentrum in Betracht gezogen worden ist.