Hier wird Autofahren zu einem Risiko
15.02.2010 | 22:59 Uhr 2010-02-15T22:59:00+0100Hemmerde. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass noch nichts passiert ist. Bereits seit ein paar Tagen fehlt an der Bahnunterführung aus Westhemmerde kommend Richtung Lenningsen der Auto-Spiegel, der bisher an dieser nur schwer einsehbaren Stelle den Verkehr regelte.
Angaben der Stadt zufolge wurde der Spiegel mitsamt einbetonierter Stange vor ein paar Tagen umgefahren. Seitdem muss an dieser Stelle Schritttempo gefahren werden, doch selbst das ist noch gefährlich. Die scharfe Linkskurve 200 Meter nach der Ortsausfahrt Westhemmerde ist so schlecht einsehbar, dass man ohne Spiegel den Gegenverkehr nicht mal erahnen kann. Zusätzlich erschweren Schnee und Schlaglöcher die Fahrt an dieser Stelle. Die zuständige Straßenverkehrsabteilung der Stadt Unna wusste bis zumZeitpunkt der Anfrage durch unsere Redaktion noch nichts von dem fehlenden Spiegel. Besorgte Anwohner hatten sich an die Westfälische Rundschau gewandt und auf die ungesicherte Gefahrenstelle hingewiesen. Doch obwohl die Autos an dieser Stelle im Zwei-Minuten-Takt durch den Tunnel fahren, kann es noch Wochen dauern, bis ein neuer Spiegel angebracht wird, denn die Liste der Straßenschäden ist lang. Der harte Winter hat den Straßen um Unna in diesem Jahr extrem zugesetzt, und die beauftragten Straßenbaufirmen kommen nicht mehr hinterher. Auto-Spiegel an schwer einsehbaren Stellen anzubringen ist zudem nicht gesetzlich verpflichtend für die Stadt, sondern optional. Deswegen gilt fortan an dieser Stelle die Straßenverkehrsordnung, und die besagt: wer hier einen Unfall baut, ist selber schuld.
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