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Handlungsbedarf an der Berliner Allee

09.01.2009 | 17:52 Uhr

An der Berliner Allee besteht Handlungsbedarf. Das schreibt die Unternehmensberatung BBE Retail Experts in ihrem Einzelhandelsgutachten. In einem der größten Wohngebiete der Stadt hapert es an der Nahversorgung. Derweil sei die Einzelhandelssituation längs der Kamener Straße sehr gut.

„Die kompakte Einkaufszeile bietet zwar eine wesentliche Nahversorgungsfunktion, kann jedoch mit ihrem Angebot weder quantitativ noch qualitativ in ausreichendem Maße zur Bindung der lokalen Kaufkraft beitragen”, beschreibt das Gutachten die Einzelhandels-Situation an der Berliner Allee. Da innerhalb des Wohngebiets eine Aufstockung des Einzelhandels nicht möglich ist, sollte auf den Sportplatz an der Palaiseaustraße ein Supermarkt angesiedelt werden. Und zwar in einer Größenordnung von 1 200 Quadratmetern. BBE rechnet in seinem Einzelhandelsgutachten hoch, dass eine jährliche Umsatzleistung von bis zu fünf Millionen Euro zu erlösen sei. Bei der Ansiedlung eines Discounters sei ein Umsatz von vier Millionen Euro zu erzielen. Das Gutachten geht davon aus, dass dies zu einer Umverteilung zu Lasten von Lidl und Aldi an der Kamener Straße führen werde. Auch sei bei einer Neuansiedlung auf dem alten Sportplatz eine Verdrängung des Mini-Marktes zu befürchten. BBE regt eine Neukonzeption der Ladenpassage an der Berliner Allee an. Die aktuelle Situation sei auf Dauer nicht tragfähig.

Kosmetik empfehlen die Gutachter dem Standort an der Kamener Straße: „Wünschenswert wäre eine städtebauliche Attraktivierung, die zu einem geschlosseneren Gesamteindruck und zu einer verbesserten Wahrnehmung als Einkaufsziel beitragen würde.” Die Funktion als Nahversorgungszentrum für Afferde und Königsborn nehme die Supermarkt- und Discountermeile in Königsborn sehr gut wahr. Eine Ergänzung des Einzelhandelsangebotes könnte durch einen Drogeriemarkt oder weitere Fachmärkte (400 bis 800 Quadratmeter) ergänzt werden. Wiederbelebt werden könnte die Fläche der Fruchtbörse (Ruck) an der Zechenstraße. Und: Seine Bedeutung als Nahversorgungsstandort habe der Königsborner Markt weitgehend eingebüßt.

Jens Schopp

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