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Arnsberg bewilligt 600...

Grüner Platz wird 180 000 Euro teurer

22.10.2008 | 23:00 Uhr

Unna. Die Umgestaltung des Parkplatzes hinter der Lindenbrauerei in den so genannten Grünen Platz wird für die Stadt 180 000 Euro teurer als erwartet.

Die zusätzlichen Kosten seien entstanden, weil Einsturz gefährdete Kellerräume unter dem Platz mit Beton verfüllt werden mussten, um die Sicherheit des Platzes zu garantieren, sagte gestern Rathaus-Sprecher Uwe Hasche.

Zwar kann sich die Stadtspitze über einen ersten Förderbescheid aus Arnsberg in Höhe von 489000 Euro für die etwa eine Million Euro teure Umgestaltung freuen. Der Eigenanteil für die Stadt erhöht sich indessen von 244 000 Euro auf nunmehr 424 000 Euro. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass insgesamt 600 000 Euro Fördermittel bereitstehen.

Für die 180 000 Euro hat die Stadt bereits einen Finanzierungsvorschlag ausgearbeitet. Unter anderem stammt das Geld aus Verbesserungen im Finanzausgleich und aus Zinseinsparungen durch Entschuldungen.

Derweil die Verwaltung die maroden Kellerräume als Kostentreiber ausgemacht hat, ist SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Hoffmann da anderer Meinung. Die zusätzlichen Kosten resultierten vielmehr aus einer „ergänzenden Sanierung” der Zufahrt von der Massener Straße zum Lindenplatz entlang der heutigen Graffiti-Wand. „Wir haben uns entschieden, diesen Zugang gleich mitzugestalten, damit sich das komplette Areal vernünftig präsentieren kann”, sagt Hoffmann.

Wie berichtet, wird auf dem Grünen Platz derzeit das Projekt Skyspace, die Camera Obscura, gebaut. Am 5. November wird Richtfestgefeiert. Zum Ende dieses Jahres ist der Bau abgeschlossen. Dann soll umgehend mit den Arbeiten am neuen Platz gestartet werden. Hoffmann möchte, dass dort bereits am 1. Mai die Gewerkschaftskundgebung abgehalten wird.

Der Platz erhält eine befestigte Pflasterfläche und eine teilweise mobile Grundmöblierung. Auf der 400 Quadratmeter großen Veranstaltungsfläche zwischen Friedhof und Skyspace sollen Veranstaltungen für bis zu 800 Menschen stattfinden. Dafür wird je nach Bedarf eine Bühne aufgebaut. Aus den Räumen des Flaschenkellers heraus soll zunächst Außengastronomie angeboten werden.

Bis 20 Uhr sind fast alle Veranstaltungen auf dem Platz durchführbar. Wegen der Nähe zur Wohnbebauung (Seniorenheim) dürfen zwischen 20 und 22 Uhr nur weniger laute Veranstaltungen stattfinden. Zehn Mal im Jahr dürfen auch Veranstaltungen länger als 22 Uhr dauern.

Lars Reckermann

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