Gesamtschüler finanzieren Abi-Fete mit Rockfestival
20.05.2007 | 05:03 Uhr 2007-05-20T05:03:26+0200Unna. (rs) Eine übliche Vorfinanzierungsfete mit Disco und DJ war den Schülern der elften Jahrgangsstufe an der Peter-Weiss-Gesamtschule zu langweilig. Stattdessen organisierten sie ein Rockfestival im Kühlschiff. Am Freitagabend hieß es mit "Orange
"Wir wollten einfach mal etwas anders ausprobieren", erzählte Marc Selzer (17), Schülersprecher der PWG. Eigentlich war der Rockabend im Kühlschiff wie das alljährliche "Rock den Nikolaus" der Jugendkunstschule als Plattform für Newcomer-Bands geplant, doch alleine der Auftritt der Dortmunder Band "Orange but Green" schmiss das Konzept gänzlich über den Haufen. "Die konnten wir nur über gute Beziehungen für unseren Rockabend gewinnen", erklärte Schülersprecher Marc schmunzelnd.
Für die Musikszene der Region haben sich "Orange but Green" nämlich schon in den Rock-Himmel gespielt und lieferten beispielsweise Songs für alle drei Unnaer Peter-Thorwarth-Kinofilme. "Wir haben selbst vor zehn Jahren hier in Unna unser Abitur gemacht - am Ernst-Barlach-Gymnasium", erinnerte sich Sänger und Gittarist Oli Walter (29). Gemeinsam mit Bassist Jörn Trebbel (30) sowie Schlagzeuger Kai Bünseler (29) gab er auf der Bühne im Kühlschiff auch einen Song aus der eigenen Schulzeit zum Besten: "This part of the road" handelt von der immer währenden Rivalität zwischen den Schülern des EBG und des Pestalozzi-Gymnasiums und beschreibt die "Bannmeile" zwischen den beiden Schulen: Die Verlängerung der Wasserstraße durch den Kessebürener Weg.
Als echter Nachwuchs präsentierte sich bei "Rock den Mai" im Kühlschiff aber die Unnaer Coverband "Fearnloathing", bei der vor allem Sängerin Marlene Ryba (16) mit kraftvoller Stimme und nur wenigen Unsicherheiten in den hohen Tonlagen überzeugte. Soliden, nachgespielten Rock bot "Amp to eleven" aus Selm, darunter Songs von ACDC und Nickelback. Die Unnaer Musiker von "Skydiver" hatten ihren gesamten Fanclub aus ihrer Stammkneipe "Pützchen" mitgebracht. Trotz der falschen Akkorde, die sich immer wieder in ihren Partyrock mischten, wussten "Skydiver" ihr Publikum zu begeistern, das bei den Coversongs wie "All the small things" oder "Save tonight" lautstark mitsang und vor der Bühne herumhüpfte.
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