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Gerechte Fernwärme-Preise

11.02.2011 | 17:20 Uhr

Königsborn.Hat der jahrelange Kampf der Bürgerinitiative Berliner Allee um gerechte Fernwärmepreise in dem Königsborner Viertel endlich Aussicht auf Erfolg? Die Kunden müssen bisher für ihre Fernwärme bis zu 50 Prozent mehr bezahlen als üblich.

Das Rathaus hat sich jetzt aktiv in die Diskussion eingemischt. Der Energieversorger RWE will endlich reagieren.

Die RWE wurde aufgefordert, ein neues Angebot für die Fernwärmekunden in Königsborn zu unterbreiten.

Basis des Angebotes soll der aktuelle Mustervertrag Fernwärmeversorgung der Arbeitsgemeinschaft für Wärme und Heizkraftwirtschaft (AGFW) sein.

Die Anschlussleistung sollte entsprechend dem tatsächlichen Leistungsbedarf der Kunden reduzierbar sein. Das Rathaus fordert, die Anschlussleistung aller Teilnehmer um mindestens 30 Prozent zu reduzieren.

Das Preisniveau von Leistungs-, Mess- und Arbeitspreis soll deutlich reduziert werden.

Der Betrieb der Versorgung soll auf der Basis einer Kraft-Wärme-Kopplung er- folgen.

Das Angebot soll nach Annahme durch die Kunden rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres in der neuen Form in Kraft treten können.

RWE erklärte bereits, bis zum Sommer 2011 ein neues Angebot vorlegen zu wollen. Wichtig für die Bürgerinitiative um Günther Rodiek ist zudem eine Änderung der Verordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV).

Diese Änderung besagt, dass die Laufzeit von Versorgungsverträgen höchstens zehn Jahre beträgt und Verträge von beiden Seiten mit einer Frist von neun Monaten vor Ablauf der Vertragsdauer gekündigt werden können.

Deshalb der Rat an die Betroffenen: „Wer einen ‚Altvertrag’ hat, der nach den neuen Vorschriften gekündigt werden kann, sollte sorgfältig die Möglichkeiten einer alternativen Energieversorgung für sein Eigenheim prüfen, um das im Sommer erwartete neue Angebot der RWE Dienstleistungen GmbH bewerten und vergleichen zu können“, rät Baudirektor Michael Ott.

Lars Reckermann

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