Gemeinsam handeln für die Landesstelle Unna-Massen
24.02.2009 | 14:35 Uhr 2009-02-24T14:35:00+0100
Für ein qualitativ hochwertiges neues Nutzungskonzept des 22 500 Quadratmeter großen Geländes der ehemaligen Landesstelle Unna-Massen macht sich jetzt auch die Stadt Kamen stark. Sie unterstützt sogar ein großes Neubaugebiet direkt an ihrer Stadtgrenze.
Die beiden Verwaltungsspitzen aus Unna und Kamen um die Bürgermeister Werner Kolter und Herman Hupe tagten gestern gemeinsam in der Landesstelle. Hupe betonte, die Stadt Kamen unterstütze alle Visionen Unnas für das Gelände. Wie berichtet, wirbt Unna um den Zuschlag, einen Gesundheitscampus in der Landesstelle zu installieren. „Mit Blick auf unser Krankenhaus, dass sich im Bereich Diabetologie spezialisiert und die Nähe der Fläche zu Kamen haben wir ein hohes Interesse, dass Unna den Zuschlag erhält”, sagte Hupe.
Kolter hofft auf Unterstützung der Landesregierung. Es wäre unfair, die Stadt mit der Entwicklung der großen Fläche alleine zu lassen, schließlich habe Unna zu Zeiten der Landesstelle jahrelang Verantwortung für das Land mitgetragen und die Landesstelle in ihrer Arbeit immer unterstützt. Eine Entscheidung, ob Unna den Zuschlag für den Campus erhält, wird Ende März erwartet. Im starken Mitbewerberfeld sieht sich Kolter etwas als Außenseiter – aber durchaus mit guten Chancen: „Wir sind so etwas wie Hoffenheim”, sagte er.
Auch die zweite Nutzungsidee, eine Kreativwerkstatt im Rahmen von Ruhr 2010 dort anzusiedeln, unterstützt Hupe. „Auch wir haben eine rege Künstlerszene in Kamen, die sich dort einbringen könnte.”
Neuer attraktiver Wohnraum speziell für Familie, die sich sonst ein eigenes Reihenhaus nicht leisten können, könnte auch auf der Fläche entstehen. „Wenn wir pro Jahr 30 bis 40 Wohneinheiten entwickeln und uns zehn Jahre Zeit nehmen, würden wir an dieser Stelle 1 000 neue Bürger ansiedeln”, rechnete Kolter vor. Eine neue Siedlung entstünde, die dann auch sicherlich entsprechende Infrastrukturmaßnahmen wie eine vernünftige Anbindung an den ÖPNV erhalte. „Wir könnten hier auch neue generationsübergreifende Wohnformen anbieten”, ergänzte Kolter.
Auch in diesem Ansinne gab es Zuspruch vom Kollegen Hupe. Er würde eigene Wohnbauprojekte dann mit der Stadt Unna abstimmen.
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