Das aktuelle Wetter Unna 11°C
Friedenskirche

Ganz relaxter Gospel-Gesang im Gotteshaus

09.10.2011 | 17:07 Uhr
Ganz relaxter Gospel-Gesang im Gotteshaus

Massen.Hätte jeder Gottesdienst so eine musikalische Begleitung – die Massener Protestanten müssten wohl an der Friedenskirche anbauen, um der Besuchermassen Herr zu werden.

Und um den „Herrn“ ging es beim Gospel-Workshop am Wochenende hauptsächlich, der in einem Abschlussgottesdienst mit dem Titel „God is able“ am Sonntagabend gipfelte. Dazu hatte die Gemeinde Helmut Jost eingeladen, Musikproduzent und Gospelexperte, der mit den 65 Sängerinnen und Sängern Stücke für den großen Auftritt einstudierte. Zwei Tage hatte er für zehn Werke, die zum großen Teil aus der eigenen Feder stammten. „Die kannten die Sänger hier noch nicht, aber ich hab sie ihnen einfach vorgesungen – und sie sangen nach, das klappte sehr gut“, lobte er die Teilnehmer. Und gerade die Massener seien „ein bestelltes Feld“, schließlich sei es schon der vierte Gospel-Workshop in der Friedenskirche.

Nach dem Stimmtraining am Samstag ging es mit dem lockeren Gesangslehrer in Turnschuhen, der die Stücke am Keyboard begleitete, auch Sonntag ohne Druck und Zwang weiter. „Erinnert euch mal ganz relaxed dran, wie das gestern ging und singt“, meinte Jost. Und dann legten die Massener los, sangen mit vollem Elan wie Fußballfans im Stadion. „Ein bisschen konspirativer darf es schon klingen“, mahnte der Gospel-Fachmann. „Und jetzt noch mal, das ganze Lager“. Das Stück hieß „Sing Halleluja“ und klang schon bei den Proben in der Friedenskirche richtig gut – obwohl das Gebäude architektonisch nicht gerade mit den Kirchenbauten aus der Spätgotik mithalten kann. Während die Sänger alles gaben, rief Helmut Jost die gospeltypischen Füllphrasen Richtung Gemeinde wie „To the Lord“ oder „Sing!“.

Nach dem Titel dann wieder nur Lob für die Massener: „Geil. Schön, echt astrein gemacht.“ Vor allem Pfarrer Detlef Main war mit dem Gospel-Workshop mehr als zufrieden – schließlich sang er in erster Reihe mit: „Ich bin einer der zwei Tenöre – also müssen wir uns ein bisschen mehr ins Zeug legen“, sagte er.

Die Faszination an Gospel mache für ihn aus, „dass man in der Musik jedes Gefühl von himmelhochjauchzend bis todtraurig transportieren kann.“

Ruben Schulte

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/5143977/create

Aktuelle Fotos und Videos
Polizei findet Diebesbeute
Bildgalerie
Serien-Einbrüche
8ter Firmenlauf der AOK
Bildgalerie
3700 Teilnehmer dabei
Unwetter in Unnas Osten
Bildgalerie
Schlammmassen unterwegs
Heftige Unwetter in NRW
Bildgalerie
Unwetter
Aus dem Ressort
Verzicht auf den 4. Beigeordneten
Politik
Die vierte Beigeordneten-Stelle in der Stadtspitze bleibt bis mindestens 2015 unbesetzt. Wie jetzt bekannt wurde, hat sich Schuldezernent Uwe Kornatz (SPD) entschieden, nun doch nicht schon Ende dieses Jahres in den Ruhestand zu gehen. Er macht bis 2015 weiter.
Mai-Aufschwung bleibt aus
Arbeitsmarkt
Der Mai steht auf dem Arbeitsmarkt üblicherweise für einen Abbau der Arbeitslosigkeit als kräftige Fortsetzung des Frühjahresaufschwungs. Dieser ist in diesem Jahr fast gänzlich ausgeblieben, die typische Maiverbesserung ebenso.