Fachhochschule kommt ohne Eliteschule
21.06.2010 | 09:21 Uhr 2010-06-21T09:21:00+0200
Massen.Unna bekommt keine englische Eliteschule. Die private St. Georges School wollte sich in der ehemaligen Landesstelle für Aussiedler im westlichen Stadtteil Massen ansiedeln – aber die Idee scheiterte an der zu geringen Anmeldezahl neuer Schüler.
Im westlichen Stadtteil können die neu entfachten Hoffnungen auf die englische Privatschule St. George’s School (Köln/Duisburg/Aachen) endgültig begraben werden. Die Gründerin, Marietta Horton, verwies neue Ansiedlungspläne auf dem Areal der ehemaligen Landesstelle Massen und in den Räumen der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule ins Reich der Fabel.
Entscheidung hing nicht an FH Erding
Die Idee gewänne auch dann nicht an Reiz, wenn die Fachhochschule für angewandtes Management (FHAM) aus Erding in Massen mit einer Dependance heimisch würde. „Hochschüler sind ein anderes Klientel als das, was wir ansprechen“, so Horton. In Massen war zuletzt spekuliert worden, dass die englischsprachige Eliteschule einen neuen Anlauf wagen werde, sobald Erding sich für eine Ansiedlung entscheide. „Ich kann das nicht bestätigen“, so Horton.
Im März und April hatten die Anmelderunden für die St. George’s School eine „katastrophale Resonanz“, bilanziert Marietta Horton heute. Das sei nicht abzusehen gewesen, weil „die Gegend eigentlich eine Schule wie unsere braucht“.
Klientel wohnt eher im Dortmunder Süden
Allerdings vermutet sie die Familien von Ärzten oder Anwälten, die ihre Kinder gerne privat und für gutes Geld unterrichten lassen möchten, eher im Dortmunder Süden. Für diese Klientel sei der Standort Unna-Massen wegen der Anfahrtswege möglicherweise nicht attraktiv gewesen. Eine Problematik, die Horton nicht ganz nachvollziehen kann. Schließlich würden Eltern an den anderen drei Standorten der St. George’s School zum Teil auch erhebliche Schulwege in Kauf nehmen.
Über die mögliche Ansiedlung der Erdinger Fachhochschule für angewandtes Management hüllen sich die Verantwortlichen der Schule und der Kommune weiter in Schweigen.
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