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Ein Dorf sucht nach Ersatz für geschlossene Vereinskneipe

18.02.2010 | 15:12 Uhr

Lünern. Ein Dorf ohne Kneipe ist für die Vereine eine mittlere Katastrophe. Seit vor ein paar Wochen in der Gaststätte Meininghaus der Zapfhahn endgültig hochgedreht wurde (wir berichteten), ist genau dieses Dilemma in Lünern eingetreten.

Donnerstagabend trafen sich Ortsvorsteher Wilhelm Dördelmann und Vereinsvertreter, um nach Alternativen zu suchen.

„Für unsere Vereine wird nichts mehr so sein, wie es war”, sagt Dördelmann. Insbesondere betroffen von der Kneipenschließung seien die Geflügelzüchter, die Kyffhäuser und die Sänger. Insgesamt seien unter dem Dach der Interessengemeinschaft der Lünerner Vereine über 20 Klubs und Organisationen vereint, so der Ortsvorsteher.

Vier mögliche Säle seien im Dorf verfügbar: das evangelische Gemeindehaus, der Schießstand der Schützen, die Schulungsräume der Feuerwehr und das Sportlerheim am Fußballplatz. Nur: „Vereine, die die Räume nutzen wollen, müssen dann Miete zahlen”, so Wilhelm Dördelmann. Schließlich fallen Kosten für Energie und Wasser an. Wie sieht es mit der Reinigung aus? Wird sie von den Nutzern übernommen oder machen es die jeweiligen Hausherren? Dann muss zusätzlich gezahlt werden.

Dördelmann sprach sich als neuen Haupttreff der Vereine für das Sportlerhim aus. Grund: Der Schießstand der Schützen fasse rund 70 Menschen, aber erst, wenn die Anlage zuvor aufwändig abgebaut werde. Die Feuerwehr nutze ihre Räume sehr häufig. Da könne es zum Terminschwierigkeiten kommen. Außerdem ist in dem Gebäude noch eine Wohnung. Bliebe noch das Gemeindehaus. Aber auch das sei stark frequentiert.

Jens Schopp

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