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Wohlfahrtsverbände

Diebstahlsichere Altkleidersammlung

09.02.2012 | 19:15 Uhr
Diebstahlsichere Altkleidersammlung
Ulrich W. Husemann (Chef der GWA) , Matthias Fischer (Chef der UKBS), Michael Lihl (Chef des DRK Kreisverband Unna ) und Rolf Leimann (Caritas Lünen) präsentieren den neuen einheitlichen Sammelcontainer für Altkleider

Unna.Unnas Altkleidercontainer werden grün und Dieb-stahlsicher. Immer öfter müssen sich die ehrbaren Sammler mit windigen Ganoven herumschlagen. Die schrecken nicht einmal davor zurück, gleich ganze Container zu stehlen und an anderen Standorten wieder aufzubauen.

„Von den einst 180 Containern, welche vor Jahren angeschafft wurden, stehen uns heute noch 56 zur Verfügung“, sagt Michael Lihl, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Unna und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände.

Diebstahlschutz

Viele Container werden entwendet und gewerblich zweckentfremdet – frechweg für eigene Sammlungen. Dann aber meist auf privatem Grund und Boden, denn für das Abstellen auf städtischem Grund gibt es von der Stadt keine Genehmigung.

Schwarze Schafe geben ihren Altkleiderbehältern mit Aufklebern einen caritativen Anstrich. Lihl: „Nur noch ein Viertel der aufgestellten Container im Kreis Unna sind von den Wohlfahrtsverbänden.“

Damit die neuen Altkleidercontainer nicht abhanden kommen, sind sie jetzt mit speziellen Sicherheitsmerkmalen versehen, unter anderem mit einem versteckten Barcode und einem eingestanzten Zeichen. „Die neue Gestaltung vermittelt ein positives Bild“, erklärt Matthias Fischer, Geschäftsführer der Unnaer Kreis- Bau- und Siedlungsgesellschaft. Die UKBS ist an dem Projekt beteiligt und stellt Standorte für die Altkleiderbehälter zur Verfügung. Weiterer Kooperationspartner ist der Bezirksverband Hellweg des Kolpingwerkes. „Von dieser Zusammenarbeit profitieren alle“, erläutert Michael Lihl. „Die Wohlfahrtsverbände erhalten größere Planungssicherheit und haben mehr finanzielle Mittel. Die Städte und Gemeinden erhalten ansprechende Containerstandorte.“ Die GWA unterstützt die Verbände in ihrer Arbeit. „Wir bieten Hilfestellung bei der Behälter- und Abfuhrlogistik und binden auch unsere eigenen Standorte mit in die Sammlungen ein. Wir sind an einer Partnerschaft auf lange Zeit interessiert“, sagte Ulrich Husemann, Geschäftsführer der GWA.

Gewinn für Kreis Unna

Der Gewinn durch Altkleider bleibt im Kreis Unna. Es wird etwa Kirchen-, Jugend- und Seniorenarbeit finanziell unterstützt.

Bis Mitte des Jahres sollen die 216 neuen Container im Kreis Unna aufgestellt sein. Durch ihre neue Erscheinung lassen sie sich dann leicht von denen von schwarzen Schafen unterscheiden.

David Möller

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