DHL-Betriebsrat will mehr Stellen retten
01.12.2009 | 22:55 Uhr 2009-12-01T22:55:00+0100
Unna. Der Betriebsrat der DHL-Logistiker an der Gießerstraße hofft, dass im neuen Jahr weniger als der von Standort-Geschäftsführer Hans-Georg Bachem angekündigten 200 Stellen gestrichen werden müssen.
Als Betriebsrat sei man da grundsätzlich anderer Meinung, „und wir müssen ganz klar sagen: 200 Stellen sind aus unserer Sicht viel zu viel.” Was Betriebsrat und die rund 1500 Mitarbeiter hoffen lasse, sei die momentan gute Auftragslage, „die deutlich besser ist als erwartet”.
Nachdem die Gläubiger dem Rettungsplan des Karstadt-Insolvenzverwalters zugestimmt hatten, der nach aktuellen Plänen „nur” noch dreizehn statt zehn Warenhäuser schließen möchte, laufe die Warenauslieferung über DHL ähnlich wie im Vorjahr. Jedes zusätzliche Haus, das erhalten bleibe, liefere Argumente für die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber und dem Ziel, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, so der Betriebsrat.
Gewerkschaft verdi stellt Kündigungen ganz in Frage
Unterstützung erhalten die Arbeitnehmervertreter von der Gewerkschaft verdi. Der zuständige Sekretär Norbert Glaßmann sieht auch angesichts der Auftragslage DHL in der Pflicht, Zugeständnisse gegenüber Betriebsrat und Belegschaft zu machen. Er geht von nur noch etwa 150 gefährdeten Stellen aus.
Zudem hofft auch Glaßmann auf positive Nachricht bei der Investorensuche für Karstadt und schnelle Vertragszeichnung. Denn dann wäre bei stabilem Auftragsvolumen für die DHL (an der Karstadt als Logistikpartner festhalten möchte) fraglich, „ob überhaupt noch Kündigungen erfolgen müssen”.
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