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Das richtige Kommando und der Blickkontakt sind entscheidend

26.11.2008 | 17:15 Uhr
Das richtige Kommando und der Blickkontakt sind entscheidend

Unna. Rosemarie Karsten erhebt die Stimme. „Baumstamm hopp!” Für Genna das Kommando für einen mutigen Sprung auf den scheinbar unerreichbar hohen Baumstamm vor ihr. Die zwölf Wochen alte Eurasier-Welpin geht in die Mobile Hundeschule Rosemarie Karsten. Zwei bis dreimal pro Woche.

Unna. Halterin Wiebke Arnold hat sich vor etwa zwei Wochen entschieden ihre süße Genna professionell erziehen zu lassen: „Ich hatte überhaupt keine Ahnung von Hunden”, sagt sie. Dies habe sich dank Rosemarie Karsten schlagartig verändert. Arnold: „Sie zeigt mir, wie ich mit Genna umgehen muss. Und das klappt bisher toll, auch mit den Kindern.”

In der Tat scheint das junge Eurasier-Weibchen bereits viel in den ersten Stunden gelernt zu haben. Aufmerksam folgt sie den Gesten und Lauten ihrer Lehrerin. „Der Hund muss Vertrauen zu seinem Herrchen aufbauen. Er muss sich an ihm orientieren, auch in Konflikt-Situationen”, erklärt Rosemarie Karsten. 

Fast im Minutentakt laufen andere Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern über den Waldweg nebenan. Manche sind angeleint, manche auch nicht. Welpin Genna stören die aufdringlichen Artgenossen nicht. Sie lässt sich ablenken, am einfachsten durch kleine Wurst- oder Käsestücke. Rosemarie Karsten: „Ich nutze den Futtertrieb der Hunde aus, um sie zu erziehen.”

Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit, die die Hundeerzieherin im Verlauf der „Schulstunde” zeigt. Spielerisch bezieht sie Kommando- und Blickkontaktübungen mit in ihre Welpen-Früherziehung ein.

Ihr zweiter Schüler an diesem kühlen Morgen ist der 19 Wochen alte Rhodesian-Ridgeback-Welpe Ike. Er ist ein wenig zurückhaltender und vorsichtiger als die forsche Genna. Ike hat sein Frauchen Kornelia Rosa-Minkus mitgebracht. Auch sie ist froh darüber die mobile Hundeschule mit Ike zu besuchen: „Als ich Ike bekommen habe, war er total verängstigt. Seitdem wir hier her kommen vertraut er mir immer mehr.”

Das Geheimrezept ihres Erfolges will Rosemarie Karsten nicht preisgeben. Sie verrät nur soviel: „Wichtig ist, den Hund immer positiv zu verstärken und zu bestätigen.” Eine Hundeleine sei dagegen kein Erziehungsmittel. „Sie darf nur als Sicherungsmittel dienen!” betont Rosemarie Karsten.

Ihr Weg ist es, durch Liebe, Geduld und Konsequenz in eine souveräne Führungsrolle zu gelangen. Diese hat sie bei ihren eigenen beiden Hündinnen, zwei Rhodesian Ridgebacks, auch Zuhause übernommen. Ein Grund, warum viele Halter dieser sensiblen Rasse die mobile Hundeschule aufsuchen.

Dass aber auch andere Vierbeiner dort gut aufgehoben sind, zeigt die kleine Genna. Am Ende der Stunde tobt sie mit dem zurückhaltenden Ike noch ein wenig herum. Denn das gehört auch zum „Erwachsenwerden” dazu.

Jonas Knoop

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Kommentare
17.01.2009
11:54
Das richtige Kommando und der Blickkontakt sind entscheidend
von Ralf Meurer | #1

Gruß an Rosemarie. Diese Philosphie der Hund-Mensch-Harmonisierung macht Gott sei Dank langsam Schule und löste die althergebrachten Hau-ruck-Methoden endlich ab.

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