Bahn misst mit zweierlei Maß
08.02.2012 | 19:44 Uhr 2012-02-08T19:44:00+0100
Mühlhausen-Uelzen. Für gewöhnlich ist die Bahn im Verzug. Dann ärgert sich der Kunde. Jetzt prescht die Bahn voran, und wieder erntet das Unternehmen Kopfschütteln. „Viele Bürger im Doppeldorf sind völlig verständnislos“, sagt Ortsvorsteher Paul Raupach (SPD). Er selbst hat es ja auch kaum geglaubt, als Ende vergangener Woche auf einmal die Twiete am Bahnübergang teilgesperrt worden war (wir berichteten).
Was die Menschen in Mühlhausen und Uelzen nicht begreifen, ist die unverhofft hohe und plötzliche Investition in den Übergang. 600 000 Euro verbaut die Bahn an der Stelle, damit Fußgänger und Radler in ein paar Monaten gefahrloser die Schienen queren können.
„Das ist nett, und dagegen ist ja nichts einzuwenden“, findet auch Paul Raupach. „Aber einen Kilometer weiter östlich haben wir noch immer eine uralte Rufschranke.“
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