Aus für Privatschule St. George's in Unna
23.03.2010 | 17:12 Uhr 2010-03-23T17:12:00+0100
Massen. Aus für die geplante englische Privatschule St. George's in der Massener Landesstelle. Nun teilte deren Chefin Marietta Horton per Pressemitteilung mit, dass sie sich in diesem Schuljahr nicht in Unna ansiedeln werden. Grund: Es gebe zu wenig Anmeldungen.
„Wir bedauern diesen Schritt sehr“, sagt Marietta Horton, Gründerin von St. George's. „Leider reicht aber zurzeit das Interesse nicht aus, um den Start unserer Schule auf dem Gelände der ehemaligen Landesstelle in Massen in diesem Jahr zu realisieren. Wir glauben aber dennoch an den Standort Dortmund-Unna und werden weiterhin mit den Städten in Kontakt bleiben. Gespräche mit vielen Verantwortlichen bestärken uns in dieser Auffassung”, heißt es in der Mitteilung weiter.
Wobei Angela Emons, Sprecherin von St. George's die Betonung auf die Region Dortmund legt. Sie schließt einen zweiten Versuch in Massen nicht aus. „Aber dieses Jahr schaffen wir es einfach nicht.” Die Anmeldungen für den September seien zu wenige gewesen. Über konkrete Zahlen wollte sie sich nicht äußern.
In der Schublade verschwinden, zumindest vorläufig, die Umbaupläne. Unternehmer Markus Gerold sollte die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule an der Buderusstraße zur exquisiten Privatschule für die Sprösslinge gut betuchter Eltern umbauen. Zwischen 7000 und 15000 Euro sollte ein Schuljahr bei St. George's kosten.
Kein Glück mit Liegenschaft
Mit der Liegenschaft der alten Landesstelle hat die Stadt offensichtlich kein Glück. Erst scheiterte sie mit einer Standort-Bewerbung für eine Fachhochschule. Auch mit der Bewerbung um einen Gesundheitscampus hatte Unna Pech. Da kamen die Verantwortlichen von St. George's Anfang des Jahres gerade recht.
Nun erfolgt auch hier ein Rückzieher. „Schade”, meint Bürgermeister Werner Kolter, der bereits am Freitag informiert wurde, „dass im ersten Versuch die benötigte Anmeldezahl von 100 Schülern nicht zustande kam.” Er hofft aber, dass Unna noch im Rennen ist „und es im kommenden Jahr ohne Zeitdruck” wieder die Chance gebe, in Massen mit einer Anmelderunde zu starten, „da wir denken, dass dies ein gutes und spannendes Angebot für die Region ist.”
Vielleicht müsse man das Angebot über einen längeren Zeitraum im angedachten Einzugsgebiet, dem Großraum Bochum-Dortmund-Unna, dem Münster- und Sauerland, „intensiver bewerben”. Wenn aber wirklich kein Markt für St. George da sein sollte, „muss man das auch akzeptieren.”
18:53
Malocher Viertel ?
Warum nicht. In Dortmund und Umgebung gibt es auch genügend reiche Leute.
Siehe nur die Fußballprofis, die werden ihre Kinder wohl gerne da hinschicken, weil die dann anschl. auch oft im Ausland Fußball spielen.
18:04
Wer Unna, speziell Unna-Massen kennt,
der weiß, das hier keine guten Geschäfte
zu machen sind.
Die Schule könnte ich mir in
Düsseldorf oder Frankfurt vorstellen,
aber nicht hier im Malocher-Viertel