4.811 Menschen im Oktober ohne Arbeit
29.10.2009 | 11:18 Uhr 2009-10-29T11:18:00+0100Wie schon im September hat sich die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Unna weiter fortgesetzt. Im Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen um 1,8 Prozent (90) auf 4.811 gesunken. Vor einem Jahr waren 4.589 Personen ohne Arbeit gemeldet.
„Zwar liegt die Zahl der Arbeitslosmeldungen auf dem Niveau des Septembers, doch konnten sich rund 100 Arbeitslose weniger aus der Arbeitslosigkeit abmelden“, erklärt Agenturleiterin Monika Kotzur. „Die Meldungen von offenen Stellen haben wieder zugenommen, obwohl die Wirtschaftskrise weiterhin deutlich zu spüren ist.“ Für viele Betriebe sei Kurzarbeit weiterhin das Mittel, mit dem die schwierige Auftragslage gemeistert würde. Die Arbeitslosenquote, gemessen an allen zivilen Erwerbstätigen, sank um 0,2 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 7,6 Prozent betragen.
Von der verbesserten Marktlage profitierten insbesondere gut qualifizierte jüngere Arbeitslose. Die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen sank um 10,2 Prozent (54) auf 474. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen errechnet sich aus 1.302 Kunden der Arbeitsagentur und 3.509 Kunden der Arbeitsgemeinschaft SGB II für den Kreis Unna (ARGE Kreis Unna).
Während sich die Zahl der bei der Agentur für Arbeit gemeldeten Arbeitslosen lediglich um drei verringerte, zeigte sich der Rückgang bei den ARGE-Kunden um 87 deutlich höher. „Der Markt ist weiterhin auch für Arbeitslosengeld II-Empfänger offen“, berichtet der Geschäftsführer der ARGE Kreis Unna, Uwe Ringelsiep. Dies bewiesen 141 Einmündungen in eine Erwerbstätigkeit innerhalb des Oktobers.
Mit 324 Stellenmeldungen hat der Stellenmarkt deutlich zugelegt. Dies ist der höchste Wert seit November 2008. In der Zahl enthalten sind 241 ungeförderte Stellen. Im Vormonat waren es 151, im Oktober 2008 238. Den höchsten Anteil am Stelleneingang hatten Zeitarbeitsunternehmen 125 Stellenmeldungen) und das Sozialwesen (21).
Dass insbesondere die Zeitarbeitsunternehmen innerhalb eines Monats ihre Vermittlungsaufträge fast verdreifacht haben, bewerten Kotzur und Ringelsiep positiv. Gerade diese Branche reagiere sensibel auf die Wirtschaft, da viele Unternehmen bei verbesserter Auftragslage zunächst auf Zeitarbeitnehmer zurückgriffen.
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