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Zwei Hunde mussten nach Vergiftung in Langscheid operiert werden

17.02.2012 | 08:00 Uhr
Zwei Hunde mussten nach Vergiftung in Langscheid operiert werden
Korina Flath bringt in Langscheid am Echterfeldweg Warnhinwesie für andere Hundebesitzer an.

Langscheid.  Hundebesitzer im Luftkurort Langscheid sind geschockt: Innerhalb weniger Tage sind zwei Hunde wegen heftiger Vergiftungserscheinungen behandelt worden. Das Ordnungsamt der Stadt Sundern ist inzwischen eingeschaltet.

Donnerstagnachmittag ergriffen die Langscheider Hundebesitzer, die von Korina Flath informiert wurden, erste Maßnahmen: „Wir wissen ja nicht, was genau passiert ist. Aber wir wollen die anderen Hunde­besitzer warnen, damit sie bei Spaziergängen aufpassen“, ­berichtet die Tierfreundin, die am Zanderweg wohnt.

Sie war auf einem der beliebtesten Langscheider Ausführwege, dem Echterfeld, unterwegs, um kleine, selbst gefertigte Plakate mit einem Warnhinweis anzubringen. „Wichtig ist, dass alle informiert sind“, erzählt die Hundeliebhaberin, die selbst einen Schweizer Schäferhund besitzt und regelmäßig mit ihm im Echterfeld und an der Hexenlochhütte „Gassi“ geht. Zuvor hatten auch schon andere Langscheider Hundefreunde das Ordnungsamt der Stadt Sundern informiert.

Bernd Jüngst, zuständiger Sachbearbeiter bei der Stadt Sundern, zu den Fällen in Langscheid: „Wir haben keinen konkreten Hinweis, dass dort jemand gezielt Hunde vergiften will, aber wir bitten alle Hundebesitzer, die regelmäßig im Echterfeldweg oder an der Hexenlochhütte, von der Landstraße kommend, spazieren gehen, die Augen aufzuhalten.“ Wer in der Vorwoche oder in dieser Woche etwas Verdächtiges bemerkt haben sollte, kann sich an die Stadtverwaltung wenden, 02933/81185. Fakt ist aber, dass es zwei aktuelle Vergiftungen bei Hunden gibt: Am Freitagabend litt ein Labrador, dessen Herrchen auch am Zanderweg wohnt, an starkem Durchfall und Erbrechen: „Der Zustand verschlimmerte sich zusehends, und der Hund brach schließlich zusammen“, berichtet Tierfreundin Korina Flath der WAZ-Mediengruppe.

Tierarzt rett Labrador das Leben

Der Besitzer brachte den Hund sofort zum Tierarzt, der einen Bauchschnitt machen musste, um das Tier zu retten.

Er ließ den Darminhalt untersuchen, es wurde eine schwere Vergiftung fest­gestellt. „Leider aber nicht, was der Auslöser für die heftigen toxischen Reaktionen gewesen sein könnte“, informierte Korina Flath.

Der zweite Fall, ebenfalls stammen hier wieder Hund und Herrchen aus dem Zanderweg, passierte dann Mitte dieser Woche. Auch hier fuhr der Besitzer - gewarnt von dem ersten Fall - sofort zum Tierarzt, der wiederum bei dem Hund eine Vergiftung und einen sehr schlechten Allgemeinzustand diagnostizierte. „Beide Hunde waren Labradore, die sind sehr robust und können Einiges vertragen“, so die Langscheiderin, die entsetzt ist, da auch die Organe der Tiere angegriffen wurden, wie der Tierarzt mitteilte.

Die Langscheider Tierfreunde und vor allem die Hundebesitzer haben nun Sorge, dass jemand ganz gezielt mit ausgelegtem Gift gegen Hunde vorgehen könnte. Fakten dafür gibt es aber nicht.

Heftige toxische Reaktion

Sie wollen jetzt vor allem mit den Plakataktionen andere Hundebesitzer warnen: „Wir Anwohner versuchen, über Mund-zu-Mund-Propaganda bereits viele Leute zu erreichen und zu warnen, jedoch halten sich in Langscheid auch im Winter viele Touristen auf, die man so nur schwer erreichen kann“, setzt sie ihre Hoffnung auch darauf, dass viele Leute diesen Artikel lesen.

Insbesondere möchten die Langscheider Tierfreunde um Korina Flath erfahren, was wirklich passiert ist.

Vielleicht gibt es ja Zeugen, die etwas gesehen haben. Hinweise der Tierfreunde, dass es ähnliche Fälle in Arnsberg und auch in Schmallenberg gab, konnten dort gestern nicht ­bestätigt werden.

Matthias Schäfer

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2012-02-17 08:00
Sundern