Zukunft im Dorf gestalten

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Was wir bereits wissen
Als vor zwei Jahren die Schließung der Endorfer Grundschule trotz aller Bemühungen nicht verhindert werden konnte, entschloss sich der gegründete Arbeitskreis weiterzumachen: „Nun lag ja die Aufgabe vor uns, keine Schule mehr im Ort zu haben und den Mangel zu gestalten“, berichtet Andreas Meisterjahn über erste Entwicklungen.

Endorf..  Als vor zwei Jahren die Schließung der Endorfer Grundschule trotz aller Bemühungen nicht verhindert werden konnte, entschloss sich der gegründete Arbeitskreis weiterzumachen: „Nun lag ja die Aufgabe vor uns, keine Schule mehr im Ort zu haben und den Mangel zu gestalten“, berichtet Andreas Meisterjahn über erste Entwicklungen.

Man holte sich Beratung bei Prof. Bernd Maria Filz aus Sundern und Professor an der FH Südwestfalen. Aus Workshops und Gesprächen entwickelte sich die heute ZWE, die Zukunftswerkstatt Endorf. Inzwischen gehören acht Personen zum festen Team, in den verschiedenen Workshops haben auch schon bis zu 30 oder 40 Endorfer mitgearbeitet.

Unterschiedliche Wege

Positiv für den heutigen Leerstand der Schule: „Man hat schon am Problem gearbeitet, bevor es letztlich da war“, zieht Endorfs Ortsvorsteher Reiner Tillmann ein erstes Fazit. Als schließlich im März 2014 die Schließung der Sebastianschule unabwendbar feststand, widmete man sich der Suche nach neuen Nutzungen. „In einer Ideenfindung kamen etliche Vorschläge, die dann auch intensiv diskutiert wurden“, erläutert Franz-Josef Rademacher.

In zwei Projektgruppen folgten Besuche, Beratungen und es wurden viele Kontakte geknüpft. „Nach einem Jahr Arbeit sind die Ideen nun gereift, so dass wir sie der Öffentlichkeit vorstellen wollen“, sagt Ortsvorsteher Rainer Tillmann. Am Samstag, 6. Juni, soll dies passieren (siehe Infobox).

Die Wege zu den Projekten sind ganz unterschiedlich verlaufen: „Durch meine Arbeit mit Senioren bin ja vorbelastet, ich war auch an ähnlichen Projekten schon beteiligt“, berichtet Franz-Josef Rademacher über den Beginn des Projektes „Seniorengerechtes Wohnen im Quartier“. Nach den ersten Ideen folgten Beratungen von Experten. Zusätzlich hat ein Architekt jetzt die Vision aufs Papier gebracht. Privat sieht Rademacher: „Das Bleiben können im Ort fehlt. Wir wollen ausloten, ob die Endorfer dies wollen?“ Wenn ja, könnte man weiter in die Errichtung eines altersgerechten Wohnens in der Schule einsteigen.

Die andere Idee hatte Christian Klett. Durch seine Tätigkeit an der FH in Meschede als Dozent für Technik, Umwelt und Ökonomie hat er täglich mit intelligenten Lösungen auf dem Energiesektor zu tun. Das Thema Energie im Dorf wird zusätzlich bei vielen Institutionen wie der Südwestfalen Agentur, der Stadt und dem HSK diskutiert.

Energie bereitstelle

So kam Klett zur Energie- und Klimaakademie Endorf. In den Klassenräumen fänden dann Fortbildungen oder Diskussionsveranstaltungen zum Thema statt. In Ausstellungsräumen gäbe es Produktinformationen für Handwerker und Käufer. Und nebenbei könnten die Endorfer ein eigenes Energiekonzept entwickeln. Nach mehreren Konzeptphasen und Bau etwa eines Blockraftheizwerkes könnten Endorfer in der Ausbaustufe 4 im Car-Sharing-Verfahren Elektroautos nutzen.