Zentrale Unterbringung ist besser

Die  Asylunterkunft in der ehemaligen Bonhoeffer-Schule wird vorgesetllt von Fachbereichsleiter Stephan Urny
Die Asylunterkunft in der ehemaligen Bonhoeffer-Schule wird vorgesetllt von Fachbereichsleiter Stephan Urny
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Umrüstung der ehemaligen Dietrich-Bonhoeffer-Schule zu einem Wohnheim für Asylbewerber und Flüchtlinge schreitet weiter fort.

Sundern..  Die Umrüstung der ehemaligen Dietrich-Bonhoeffer-Schule zu einem Wohnheim für Asylbewerber und Flüchtlinge schreitet weiter fort. Am Dienstag stellten Bürgermeister Detlef Lins und Fachbereichsleiter Stephan Urny den Anliegern das Vorhaben im Detail vor. Großes Interesse gab es allerdings nicht, etwa zehn Interessierte von der Hauptstraße und der Mühlenstraße sahen sich später gemeinsam den Abschnitt in der Schule an. Außerdem waren Mitglieder des Bürgernetzwerkes „Willkommen in Sundern“ sowie Politiker und Lehrer gekommen.

Wichtiger Ansprechpartner

Zuvor hatte Lins den Anliegern aber Stefan Görlich vorgestellt. Er wird der Objektmanager, dabei umfassen seine Aufgaben weit mehr als nur Hausmeisterdienste, er soll den Flüchtlingen auch in allen Lebenslagen helfen: „Das ist bei den vorhersehbaren Sprachschwierigkeiten keine einfache Sache“, so Lins vorab. Den Anliegern bot er an, immer direkten Kontakt mit Goerlich bzw. dem Fachbereich „Arbeiten und Leben in Sundern“ aufnehmen zu können: „Wir möchten, dass nichts aus dem Ruder läuft“, kündigte der Bürgermeister an: „An den Eingangstüren werden die Telefonnummern der Ansprechpartner hängen.“

Lins betonte aber auch: „Wir müssen eine Willkommenskultur entwickeln. Sundern ist auf einem guten Weg.“ Eine Stadt wie Sundern sollte in der Lage sein, den ankommenden Menschen Hilfestellungen zu geben. Er beantworte auch die Frage, warum man kein Flüchtlingsheim in den leerstehenden Räumen in Kloster Brunnen einrichte: „Wir möchten, dass diese Menschen zentral untergebracht sind. Hier können sie fußläufig Lebensmittel einkaufen oder im Rathaus Dinge ohne großen Aufwand erledigen. Und für die Jungen und Mädchen, die die Eingangsklasse an der Hauptschule besuchen sollen, wäre alles zu Fuß erreichbar.

Außerdem gebe es in und an der alten Bonhoeffer-Schule noch gute Freizeit-Infrastruktur, wie Tischtennis-Platten, Billard, Kicker und ähnliches: „Da bietet dieser Standort gute Möglichkeiten. Lins lobte auch das Ehrenamt, das sich in den vergangenen Monaten in der Stadt entwickelt habe, wie Schwimmunterricht, Fußballtraining oder Willkommens-Kaffeetrinken und ähnliches. Ach vor Ort meldete sich am Dienstag direkt eine Dame, die anbot Kleidung und Bettzeug zur Verfügung zu stellen, wenn die Belegung beginne. Um diese Dinge zu koordinieren, wird sich die Bürgernetzwerk „Willkommen in Sundern“ einbringen (siehe Infobox).

Es gibt auch Abgänge

Lins informierte auf Anfragen der Anwohner, dass die Dauer der Belegung davon abhänge, wie viele Personen Asyl gewährt bekommen: „Wir haben auch immer wieder entsprechende Abgänge.“ Bis zu einer Vollbelegung vergehe aber relativ viel Zeit.