Will man das Aus von zwei guten Schulen?

Sundern..  Die Junge Union Sundern kritisiert das Verhalten der Sunderner SPD zum Thema Sekundarschule und reagiert damit auch auf die Ankündigung der Sozialdemokraten, den Plan weiterzuverfolgen. Im letzten Fachausschuss „Bildung und Familie“ sei die SPD mit ihrem übereilten Antrag zur Auflösung der Haupt- und Realschule schon zum nächsten kommenden Schuljahr auf massive Kritik und Unverständnis gestoßen, sagt Fabian Blome, Vorsitzender der Jungen Union.

Mehrheit findet keine Beachtung

Kritik gibt es vor allem an dem Befragungsverfahren von Eltern: „Dabei werden die Eltern der jetzigen 3.- und 4.-Klässler befragt. Stimmen bei dieser Befragung aus jedem Jahrgang 75 Eltern für eine Sekundarschule, dann muss diese eingeführt werden, unabhängig dessen, wie sich die Mehrheit der Eltern entscheidet - sprich der Elternwille findet keine Beachtung. Die Elternbefragung dient also nicht zum Erheben eines Meinungsbildes, sondern zwingt ab 75 Ja-Stimmen die Stadt dazu eine Sekundarschule einzuführen. Das heißt, wenn z.B. 200 Eltern eines Jahrgangs befragt werden und sich 75 Eltern für eine Sekundarschule aussprechen, jedoch 125 Eltern dagegen, muss trotzdem eine Sekundarschule eingeführt werden, so die Vorgabe des Landes NRW“, sagt Blome. Die JU mutmaßt, dass die SPD auf jeden Fall eine Sekundarschule möchte und somit das Aus zweier hervorragend arbeitenden Schulen.