Westenfelder Schule kommt ins Bieterverfahren

Steht leer die Grundschule Westenfeld
Steht leer die Grundschule Westenfeld
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Was wir bereits wissen
Mit großer Hoffnung das Schulgebäude in Westenfeld zu verkaufen, startet die Stadt Sundern nun in ein Bieterverfahren. Das beschloss der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig am Dienstag. Ziel ist es, auszuloten wie und zu welchem Preise das Gebäude derzeit am Markt steht, so Kämmerin Ursula Schnelle.

Sundern..  Mit großer Hoffnung das Schulgebäude in Westenfeld zu verkaufen, startet die Stadt Sundern nun in ein Bieterverfahren. Das beschloss der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig am Dienstag. Ziel ist es, auszuloten wie und zu welchem Preise das Gebäude derzeit am Markt steht, so Kämmerin Ursula Schnelle.

In Westenfeld, so war im Vortrag von Ortsvorsteher Herbert Laufmöller zu erkennen, zeichnet sich inzwischen eine gute Lösung ab: Die Caritas möchte in der Schule eine Montage-Werkstatt einrichten: „Derzeit werden für eine Sunderner Firma an drei unterschiedlichen Standorten Teile zusammengebaut. Das kann man hier zentral erledigen.“ Erfreulich sei, dass es somit zu keiner Lärmbelästigung komme. Laufmöller berichtete auch von ersten Gesprächen, dass die Vereine Räumlichkeiten in der Schule nutzen könnten: „Und das kostenlos. Damit ist ein gedeihliches Zusammenleben garantiert.“

Rat entscheidet letztlich

Die Kämmerin betonte, dass man diese Faktoren in der Ausschreibung aufnehmen könne. Letztlich müsse der Rat nach Sichten der verschiedenen Bieter entscheiden, was bzw. wer nun in die Westenfelder Schule komme.

Votum der Endorfer abwarten

Anders wird im Fall der Endorfer Schule verfahren. Dort will man noch etwas warten und später in eine Bieterverfahren einsteigen. Wie Ortsvorsteher Reiner Tillmann berichtet, suche man auch hier das beste für das Dorf. An einem Tag der offenen Tür am Samstag, 6. Juni, können sich die Endorfer erstmals über die Ideen aus der Zukunftswerkstatt informieren (unsere Zeitung berichtete). Derzeit fehlt es an einem Investor, da ein Bewerber für das altersgerechte Projekt „Wohnen im Quartier“ als Träger fungieren will.

Einstimmig war das Votum des Rates auch in Sachen Einstellung eines neuen Wirtschaftsförderers: Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den neuen Stelleninhaber zum 1. November einzustellen. Die grüne Fraktion beantragte, dies bis zum 1. Januar zurückzustellen: „Das sind wir dem Haushalt schuldig“, verwies Fraktionssprecher Antonius Becker auf das Sparvorhaben. „Denn das passt nicht zum Personalabbau, den wir planen.“ Er sucht noch immer nach einer Lösung, die Stelle mit einer anderen Kommune gemeinsam zu finanzieren. Unterstützung erhielt er von der WISU: „Der neue Bürgermeister müsste bei diesem Personalgespräch schon dabei sein“, forderte Christoph Schulte. Und auch die FDP schloss sich an.

Michael Stechele, Fraktionschef der SPD, sah zwar den 1. November als vernünftig an, damit das Vakuum nicht allzulang bleibe: „Ich habe mich für Tempo machen ausgesprochen, die SPD ist nicht glücklich bei einer Besetzung in 2016, macht aber mit.“ Ebenso begrüßte die CDU um Fraktionschef Stefan Lange den Vorschlag: „Es gibt noch viele interne Fragen zu klären.“ Letztlich stimmte auch Siegfried Huff (Linke) zu.