Von Musik profitieren – eine Sprache, die jeder versteht

Sundern..  Gibt es einen schöneren Weg um Menschen zu helfen als durch die Musik? Der Langscheider Master-Student für „Professional Performance“, Benedikt ter Braak, entschied sich auf diese Weise zu helfen, und gab am Samstagabend im Sunderland-Hotel ein Benefiz-Klavierkonzert zu Gunsten der Caritas-Flüchtlingshilfe in Sundern.

Friedel Schültke vom Kulturring Sundern und stellvertretender Bürgermeister Georg TePass begrüßten mit ein paar Worten die anwesenden Gäste. Sozialpädagogin Alexandra Nietschke der Caritas Sundern wies auf die zahlreichen Projekte der Bürgerstiftung hin und erklärte, wie der Erlös des Konzertes für die etwa 190 Flüchtlinge in Sundern genutzt werden sollen.

Benedikt der Braak erläuterte zur Eröffnung seine persönliche Motivation: „Mit diesem Konzert will ich auch eindeutige Zeichen setzen.“ Er erklärte, dass gegen Fremdenfeindlichkeit sei und ihm die Richtung, die momentan teilweise eingeschlagen werde, überhaupt nicht gefalle: „Wir sind in Gefahr, etwas zu vergessen: Wir sollten uns nicht vor fremden Kulturen verschließen, denn wir profitieren voneinander, und am meisten profitieren wir über die Musik. Sie ist eine verbindlichere Sprache.“

Internationale Strömungen

Dass diese Aussage sehr vieles Wahres beinhalte, beweise die Musik selbst: Denn die Komponisten und somit auch deren Musik ließen sich international beeinflussen. So war der erste Teil des Konzertes, ein Zyklus von Etüden (Douze Etudes, Opus 66) des Komponisten Raffaele D’Alessandro (1911 - 1959), durchzogen von drei Grundtugenden verschiedener Kulturbereiche. Diese beinhalten zum einem Aspekte der französischen Musik, die sehr klanglich orientiert ist und versucht Farben durch Klänge darzustellen, der italienischen Musik, die überaus gesanglich ist, und der deutschen Musik, die im strukturellen Bereich dominiert und eine ausgesprochen intellektuelle Musik ist.

Die Etüden sind Übung, um in der Lage zu sein, außerordentlich schwere Stücke wie die „Ondine“ von Maurice Ravel(1875 - 1937), welches von einer Nixe handelt, spielen zu können. Benedikt ter Braak zeigte, dass er dazu im Stande ist und beeindruckte mit seiner Spielfähigkeit, die in diesem Werk durch überkreuzende und schnelle Handgriffe besonders kompliziert war. Nach der Pause präsentierte der junge Pianist „Le Tombeau de Chouperin“, ebenfalls von Ravel, ein Opus, das seinen gefallenen Freunden gewidmet ist.

Am Ende dieses eindrucksvollen Konzertes gab es die Möglichkeit für die Flüchtlinge zu spenden..