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Ausstellungseröffnung

Verständnis für einander entwickeln

15.11.2009 | 15:04 Uhr
Verständnis für einander entwickeln

Sundern. Eine ungewöhnliche, besondere Ausstellung ist seit Freitag in Sundern zu besuchen: 'Weltreligionen, Weltfrieden, Weltethos' möchte für mehr Verständnis der Kulturen im Umgang miteinander werben.

Sundern. (b.f.) Dass die Ausstellung „Weltreligionen, Weltfrieden, Weltethos” derartigen Anklang gefunden hat, freut Sigrid Pisano vom Kulturamt besonders.

120 Besucher

120 Besucher fanden sich am Freitag in der Galerie ein. Eine ungewöhnliche Ausstellung erhielt so einen passenden Rahmen. Bürgermeister Detlef Lins begrüßte die Gäste und dankte den zahlreichen Sunderner Vereinen der verschiedenen Nationen für ihren Einsatz, zu dem auch die Gestaltung des Rahmenprogramms gehört. Schüler der Hauptschule Sundern führten anschließend Teile aus einem im Projekt „Kultur und Schule” eigens für diese Ausstellungeröffnung — unter der Leitung von Jürgen Britten — entwickelten Theaterstück auf: Fatima kommt neu an die Schule, sie wird von ihren Klassenkameraden wegen ihres Kopftuches sehr unfreundlich empfangen. Doch dann entschließen sie sich doch zur Freundschaft. „Komm heute Abend mit in die Disco”, laden sie Fatima ein. Sie weiß jedoch: Abends raus gehen darf sie nicht, und erst recht nicht in eine Disco zum tanzen. Trotzdem sagt sie zu, denn der Wunsch „dazu zu gehören” ist groß. Hassan, Fatimas Vater, ist entsetzt über den Wunsch seiner Tochter. Wird Fatima jemals in eine Disco gehen dürfen? Wie dieses Stück weiter geht, zeigen die Schülerinnen und Schüler dann im kommenden Jahr.

Besinnung auf Gemeinsamkeiten

 Die Integrationsbeauftragte der Stadt Sundern, Doris Weber, erläuterte die Ausstellung: „Sich auf Gemeinsamkeiten besinnen, sie leben und weitergeben” sei ihr Sinn und Zweck. Zu erreichen sei dieses Ziel durch eine kulturübergreifende Werteerziehung, zu der ein ständiger Dialog zwischen den Religionen nötig sei, erklärte sie überzeugend.Montag wird um kurz nach 19 Uhr ein Film über den Islam, eine Woche später über das Judentum vorgeführt. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der ehemals in Sundern beheimateten Wenyi Xie untermalt. Die Elfjährige hat schon große Erfolge bei Wettbewerben wie „Jugend musiziert” gefeiert.

Beate Feische

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