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Vermittlung ist in Sundern ein Traum

14.10.2011 | 17:27 Uhr
Vermittlung ist in Sundern ein Traum
Hauptrschule Sundern Preis für gute Integration in die Arbeitswelt

Sundern. An der Hauptschule Sundern ruht man sich nicht auf den Lorbeeren aus, die man dort im Juni bekommen hat: Damals erhielt die Schule das begehrte Berufswahlgütesiegel. Jetzt ist man schon wieder einen Schritt weiter und unterstützt das Projekt „ProBe“ mit einer eigenen Lehrwerkstatt in Sundern.

Doch der Reihe nach: Im Vorjahr erhielt die Schule den Hinweis, sie könne sich doch für das Berufswahlsiegel bewerben. In Konkurrenz standen schließlich 29 Schulen aus dem HSK. In Belecke erhielten die Schulvertreter dann das Siegel: „Wir sind mächtig stolz. Es gab aber auch viele Hürden zu nehmen“, erinnerte sich Schulleiter Bernd Bruns. So setzte man sich zusammen und stellte alle Programme und Hilfestellungen, die ein Schüler an der Hauptschule erfährt, zusammen: „Schließlich waren zwei Hürden zu nehmen: Die theoretische mit eben allen Informationen, das waren am Ende 16 Seiten, und die praktische“, berichtete am Donnerstag im Rahmen der Anbringung des Gütesiegels Pauls Beste, seit Jahren mit Bernd Diers Ansprechpartner für die Berufswahlwünsche der Hauptschüler/innen. Und so holte man für das Audit mit der Siegel-Jury alle Kooperations-Partner zusammen, auch aus den Firmen, wo Langzeitpraktikanten der Schule beschäftigt sind: „Es wurden später auch Schüler und Eltern zu ihren Erfahrungen befragt, da die Jury unserer umfassenden Darstellung nicht so recht vertraute“, informierte jetzt Paul Beste. „Am Ende haben wir mit Glanz und Gloria bestanden.“ Er nannte aber auch noch zwei wichtige Personen im Zusammenspiel: „Das ist einmal Hajo Holtmann, der in einer einmaligen Aktion an unserer Schule zu einer Institution geworden ist, und das ist Georg Scheffer von der Arbeitsagentur.“ Dank gab es von dort zurück: „Denn die Arbeit, die hier geleistet wird, kann für uns nur positiv sein.“

So wurden im vergangenen Jahr über 75 Prozent der Schüler in eine Ausbildungsstelle vermittelt: „Das sind Traumergebnisse. Jeder, der will, kann bei uns einen Ausbildungsplatz bekommen“, betonte Paul Beste nochmals. Die Quote sei nur niedriger als 90 Prozent, weil einige Schüler auch zu weiterführenden Schule gingen.

Für die Bürgerstiftung, die einige Projekte wie z.B. ProBe mit den Langzeitpraktika fördert, lobte Friedhelm Wolf den Einsatz der beteiligten Pädagogen und Institutionen: „Wir wollen von der Bürgerstiftung Bildung und Ausbildung fördern. Wir wollen auch ProBe trotz der verringerten Förderung aus Nürnberg halten.“ Dazu berichtete er, dass die Überlegung, in Sundern eine eigenen Lehrwerkstatt einzurichten, Früchte getragen habe: „Ich habe viele rüstige Rentner gefragt, und habe eine Mannschaft von sechs Ausbildern zusammen.“ Vorteil einer solchen Werkstatt sei die Einsparung von hohen Fahrtkosten und auch der Zeit.

Bürgermeister Detlef Lins zeigte sich hocherfreut: „Ich gehe durch die Orte und werbe für die Hauptschule. Die Unternehmen informieren mich, dass das persönliche Kennenlernen der Ausbildungskandidaten eine richtig gute Sache sei. Da spiele auch eine schlechtere Note oft keine Rolle mehr, wenn die Chemie stimmt.“ Für Sundern bedeute das Berufswahlgütesiegel, dass es sich hier um keine sogenannte „Restschule“ handele. Eine Diskussion sei bei 80 Neuanmeldungen nicht nötig: „Wir werden aber dennoch darüber sprechen.“

Auf den erworbenen Lorbeeren ausruhen, das wäre nicht gut. Gerade die hohe Anmeldezahl von 80 Jungen und Mädchen an der Hauptschule Sundern zeigt, dass die Botschaft von der guten und zum Ausbildungsplatz zielführenden Arbeit an der Schule bei den Eltern angekommen ist.

Dass mit einer eigenen Ausbildungswerkstatt eine weitere zusätzliche Qualifizierung angestrebt wird, ist äußerst positiv zu bewerten und beweist, dass Schule, Stadt und alle anderen Institutionen auf dem richtigen Weg sind. Vor allem steht hier der Schüler im Vordergrund und nicht das Programm.
Matthias Schäfer

Matthias Schäfer

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