Traumatisch

Schon lange nicht mehr hat hat ein Ereignis so viele Menschen bewegt wie die Bürgermeister-Wahl in unserer Stadt. Wenn das Interesse so groß bleibt, dürfte die Wahlbeteiligung am 13. September nicht so schlecht sein. „Ham se einen?“ So oder so ähnlich fangen die Gespräche an, mit denen man sich einen Informationsvorsprung sichern möchte. Doch damit können wir nicht dienen. Die Findungskommissionen tagen nicht öffentlich, und welche Namen dort als möglich Kandidaten gehandelt werden, bleibt geheim. Dennoch ist es erstaunlich, dass immer wieder Namen in die Öffentlichkeit gelangen. Wir vermerken hier alle auf einem großen Zettel – und dann schauen wir mal, wer aufgestellt wird, und dann noch mal, wer gewinnt. Fakt ist, es kommt ein/e Neuer/e. Wie das Schicksal der Stadt auch am Normalbürger nagt, zeigt das mir so zugetragene Ereignis: Da wacht jemand mitten in der Nacht auf und stammelt einen ­Namen. Ganz im Vertrauen, ich weiß auch nicht, ob sich dahinter der neue Bürgermeister verbirgt, aber ich schreibe ihn dazu.