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Stromverbrauch sinkt

28.12.2011 | 08:00 Uhr
Stromverbrauch sinkt
Hallenbad Sundern: Schwimmmeister Thomas Hanke an den neuen Reglern für das System.

Sundern.  Ein neues Mess- und Regelsystem hilft den Schwimmmeistern beim Sparen im Hallenbad Sundern.

Energie sparen und Badespaß sind kein Widerspruch. Das beweist eine neue Technologie, die jetzt auch im Hallenbad der Sorpesee GmbH an der Berliner Straße Einzug gehalten hat.

Mit dem System „Econ Pool“ und dem „Depolox Pool System“, die vor einigen Monaten im Kellergeschoss des Hallenbades montiert wurden, kann man jetzt ganz gezielt sparen. Und die Langzeittests etwa im „Crana Mare“ im bayrischen Kronach oder im Spaßbad „Neufun“ in Neufahrn bei München zeigen, dass Sparwerte bei den Stromkosten von 50 Prozent nicht in den Fabelbereich gehören.

„Die Stromkosten waren bei uns immer wieder ein Faktor, den wir senken wollten“, berichtet Schwimmmeister Jochen Burk von der Sorpesee GmbH. Immerhin hat der Strom einen großen Anteil bei den Betriebskosten eines Bades. Mit dem neuen System Econ Pool (siehe auch Infokasten) ist jetzt ein richtiger Schritt in die Sparrichtung getan: „Und die Wasserqualität bleibt für unsere Badegäste gewährleistet“, erläutert Burk.

Mit dem frequenzgesteuerte Econ-Pool-System werden künftig die Pumpen, die das Beckenwasser in Schwimmer- und Springerbecken sowie im Kinderbecken umwälzen, elektronisch gesteuert. Ziel war es, die Stromkosten damit dauerhaft zu senken. „Bereits in den ersten drei Monaten seit Inbetriebnahme der neuen Steuerungsanlage sank der Verbrauch im Hallenbad Sundern um etwa 24 000 KWh“, berichtet Burk und bestätigt damit die guten Referenzen, die es in Bayreuth, Kronach oder Neufahrn mit dem System gab. Die Stromkostenersparnis wird voraussichtlich etwa 15 000 Euro im Jahr betragen. Die Investition von etwa 13 000 Euro wird sich so bereits nach elf Monaten amortisiert haben.

Die Sorpesee GmbH prüft derzeit, ob auch das Schwimmbad im „Haus des Gastes“ und das Lehrschwimmbecken in Hachen mit derartigen Anlagen nachgerüstet werden können.

Neben den Einsparungen beim Strom ergeben sich aber noch andere Potenziale: „Unsere Umwälzpumpen werden belastungsabhängig unter Berücksichtigung aller Hygieneparameter gesteuert“, so Burk zu dem Clou der Anlage. Ein spezielles Mess- und Regelsystem prüft ständig freies Chlor, gebundenes Chlor, ph-Wert und Redoxspannung. „Sind die Werte in Ordnung, regelt das System die Umwälzpumpen nach unten. Steigt dann die Zahl der Benutzer wieder und verlassen die Werte den gewünschten Bereich springt die Umwälzanlage wieder an: „Das aber sanft, so dass sich auch deren Lebensdauer verlängert.“ Da jetzt nur noch wenn nötig Desinfektions- und Flockungsmittel nachgesteuert werden müssen, ergeben sich auch hier einige Einsparungen: „Somit hat man bei gesicherter Wasserqualität, dennoch aktiven Umweltschutz geleistet.“

Matthias Schäfer


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