Spender für 'Fish' gefunden!
20.04.2010 | 16:27 Uhr 2010-04-20T16:27:00+0200
Sundern. Eine frohe Botschaft aus Münster hat am Montag der Sunderner Jörg Hering erhalten: Für den 42-jährigen 'Fish' wurde ein Stammzellenspender gefunden.
Der an Lymphdrüsenkrebs leidende Sunderner sucht seit Dezember 2009 einen passenden Stammzellenspender, um seine Krebserkrankung gänzlich überwinden zu können. Bei zwei Blutspende- und Typisierungsaktionen des DRK und der WSZE ließen sich im März 2010 über 1000 Sunderner typisieren (WP berichtete). „Mit Erfolg”, so Ellen Sonneborn-Harmann vom DRK. Montag kam der erlösende Anruf der Uniklinik Münster: „Wir haben zwei Spender für Sie gefunden”.
Felsbrocken vom Herzen gefallen
„Meiner Familie und mir fällt ein Felsbrocken vom Herzen”, bestätigte Jörg Hering gestern. „Zwar ist die Übereinstimmung mit den Stammzellenspendern nicht 100-prozentig, aber die behandelnden Ärzte haben gesagt, dass der Spender und ich genügend gleiche Gewebemerkmale für eine Transplantation haben.” Die Transplantation muss glücklicherweise auch nicht sofort erfolgen, da Jörgs letzte Bestrahlungstherapie so erfolgreich war, dass die Tumore zurzeit eingedämmt sind. Wer die Spender sind, kann der Familienvater erst in zwei Jahren erfahren. Das allerdings setzt das Einverständnis der Spender voraus. Dass die potenziellen Spender aus Amerika und Australien kommen, hat man ihm schon gesagt:
Viel Zustimmung
„Auch, wenn die Spender für Jörg Hering nicht aus der Aktion in Sundern kommen, war es für alle Betroffenen und Beteiligten sehr wichtig, soviel Zustimmung und positive Bestärkung von der Sunderner Bevölkerung zu bekommen”, bekräftigt Ellen Sonneborn-Harmann, Projektbeauftragte des DRK-Blutspendedienstes und Organisatorin in Sundern. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass eine der in Sundern typisierten Personen einem anderen kranken Menschen, der dringend auf eine Stammzellenspende angewiesen ist, helfen kann.” Bleibt für alle Beteiligten, ein riesiges Dankeschön an die Bürger auszusprechen, die durch ihre Bereitschaft, sich typisieren zu lassen, durch ihre Blutspenden und mit ihren Geldspenden in Höhe von 18 500 Euro unbeschreibliches soziales Engagement bewiesen haben.