SPD: Chance für Sekundarschule verpasst

Sundern..  „Im vergangenen Jahr hat die CDU im Rat der Stadt Sundern die Mehrheit eingebüßt. Jetzt gilt es die großen Zukunftsfragen anzugehen“, skizziert der SPD Fraktionsvorsitzende Michael Stechele die anstehenden Herausforderungen für den Rat. Eine der drängendsten Zukunftsaufgaben sei die Weiterentwicklung der gut arbeitenden Haupt- und Realschule zu einer noch besseren und zukunftsfähigen Sekundarschule. In vielen NRW Kommunen würden sich CDU, SPD und Grüne Fraktionen gemeinsam für die Gründung von Sekundarschulen stark machen und setzen damit den von diesen Parteien auf Landesebene erzielten Kompromiss um und machen sich zukunftsfähig. Dabei entstehen auch für Sundern mehrere Vorteile, so Stechele:

SPD benennt Pluspunkte

„1. Längeres gemeinsames Lernen in den Klassen 5 und 6 erhöht die Chancen der Kinder den für sie optimalen schulischen Weg zu finden. Übrigens, nicht daran beteiligt sind die Kinder die in der Klasse 5 zum Gymnasium angemeldet werden. 2. In der Folge sind die Abstiegsquoten an den Sekundarschulen deutlich geringer als an den Realschulen. 3. Mit der Sekundarschule werden die Risiken die Schule ohne Abschluss zu verlassen reduziert. 4.

Die direkten Übergangsquoten in das duale Ausbildungssystem, werden sich insgesamt erhöhen. Für die Sicherung des Fachkräftebedarfs in Sundern ist dies von besonderer Bedeutung. 5. Da die neue Schulform im Laufe mehrerer Jahre im Gebäude der Hauptschule entsteht, ergeben sich jedes Jahr Einspareffekte, die sich nach Abschluss des Prozesses auf jährlich eine Millionen Euro steigert. Geld, das u.a. die Schulen dann wieder gut gebrauchen können.“

Keine Haushaltsentlastung

Natürlich müsse so ein Prozess gut vorbereitet sein. Einig seien sich im politischen und schulischen Raum die meisten Beteiligten, dass die Sekundarschule kommen wird. Nach der jetzigen politischen beschlusslage werde es mindestens ein Jahr später sein: Das koste Chancen der Kinder, entlaste den Haushalt nicht und erforder weitere Einschnitte in vielen Bereichen, vielleicht auch wieder bei den Schulen.