Schwierige Aufgaben für Wehren

Sundern..  Die Jahresabschlussübung des Löschzuges Sundern fand in diesem Jahr auf dem Werksgelände eines Industriebetriebes (Herstellung von Gummi-Formteilen) an der Hüstener Straße in Sundern statt. Da sich das Werksgelände auch über die Grenzen der Kernstadt hinaus bis in den Ortsteil Stemel erschließt, wurde die Übung gemeinsam mit der Löschgruppe Stemel durchgeführt.

Brand in den Kellerräumen

Bei dem durch die Übungsleitung vorbereiten Szenario kam es im Keller einer Produktionshalle zu einem Brandereignis. Infolge dessen wurden in den betroffenen Kellerräumen vier Mitarbeiter vermisst. Um die Übungslage der rund 60 teilnehmenden Einsatzkräfte noch zu erschweren, wurde während der Einleitung der ersten Rettungs- und Löschmaßnahmen im Keller aufgrund der starken Rauchentwicklung eine Durchzündung der Rauchgase (Flashover) in der über dem Kellertrakt liegenden Produktionshalle eingespielt. Soweit die Ausgangslage.

Erste Fakten aus Brandmeldeanlage

Bei Eintreffen der Löschgruppe aus Stemel und des ersten Fahrzeuges aus Sundern wurde durch die jeweiligen Fahrzeugführer (Gruppenführer) die Feuermeldung an der ausgelösten Brandmeldeanlage abgelesen. An der Brandmeldeanlage konnten somit erste wichtige Erkundungsergebnisse über das Brandereignis bzgl. betroffener Gebäudeteile sowie der Brandausbreitung und des Brandverlaufes aufgrund der ausgelösten Feuer- bzw. Rauchmelder abgelesen werden.

Somit konnte die betroffene Produktionshalle ermittelt werden, infolgedessen sind Fahrzeuge und Personal entsprechend eingeteilt worden. Die Produktionshalle und das Umfeld wurden durch Einsatzkräfte weiter erkundet. Im Kellerbereich der Produktionshalle wurden umgehend mehrere Einsatzkräfte unter Verwendung von Atemschutzgeräten zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt. Die zwischenzeitlich eingetroffene Drehleiter wurde zum Schutz der angrenzenden Halle eingesetzt (Aufbau einer Riegelstellung). Die Wasserversorgung wurde im weiteren Verlauf der Einsatzübung über einen vorgehaltenen unterirdischen Löschwasserbehälter sichergestellt.

Durch die gebildete Einsatzleitung unter Führung von Brandoberinspektor Michael Müller wurde simulativ die Alarmierung weiterer Löschzüge aus dem Stadtgebiet veranlasst. Weiterhin wurden genügend Rettungsmittel und Notärzte zur Versorgung der vermissten Personen bei der Kreisleitstelle in Meschede angefordert.

Nach rund einer Stunde konnten die durch die Übungsleitung gestellten Aufgaben von den Einsatzkräften erfolgreich abgearbeitet werden. Bei der anschließenden Übungsnachbesprechung wurde am Feuerwehrgerätehaus in Sundern ein durchweg positives Resümee gezogen. In Kürze ist noch von beiden Einheiten eine Begehung des Werksgeländes vorgesehen.