Schule verzahnt immer mehr Unterricht und Berufsleben

Sundern/Warstein..  Schule und Beruf – die beiden Bereiche verzahnen immer mehr. Zumindest im Idealfall, denn so können sich die Jugendlichen bereits frühzeitig auf die Zeit nach der Schule vorbereiten, können fundiert entscheiden, welcher Beruf der richtige ist – oder ob es noch weiter zur Schule (und später Uni) gehen soll.

Doch das geht nur, wenn das Thema in der Schule nicht „nebenbei“ passiert, wenn die Berufsorientierung wichtiger Teil des Unterrichts ist. So wie in der Gemeinschafts-Hauptschule Sundern. Als Lohn für diese Bemühungen wurde die Schule mit dem „Berufswahl-Siegel“ ausgezeichnet. Und das bereits zum zweiten Mal in Folge.

Jeweils drei Jahre gilt die Auszeichnung, anschließend muss jede Schule zeigen, dass sie das Siegel weiter verdient, sich also weiter verbessert hat. Sechs Schulen aus dem HSK und dem Kreis Soest erhielten in der Kantine von Infineon in Belecke die Auszeichnung überreicht. Erster Gratulant war Friedrich aus der Heiden, Personalleiter von Infineon. Er beglückwünschte die Schulen nicht nur, sondern sprach die Beteiligten direkt an: „Danke, dass Sie einen guten Job gemacht haben“. Vielleicht profitiert ja auch der Elektronik-Gigant davon. Wer mit dem Siegel geehrt werde, biete eine überdurchschnittliche Berufswahlorientierung und verhindere so die „Bildungsschleifen“, wo Schüler zwangsweise weiter die Schulbank drücken anstatt in eine Ausbildung zu gehen.

Landrat Dr. Karl Schneider betonte, diese Schulen „nehmen den Auftrag ernst, Schüler fit für den Beruf zu machen. Gut qualifizierter Nachwuchs ist begehrt.“ So könnten diesmal sechs Schulen (davon vier aus dem HSK) rezertifiziert werden. Der stellvertretende Landrat des Kreises Soest, Wilhelm Börskens, freute sich, dass sich die Schulen weiterentwickelt hätten und vielfältige Angebote offerierten. Den Schülern riet er mit Blick auf die Brücke Schule-Betrieb: „Nutzt diese Chance“.

Die Hauptschule Sundern präsentierte sich den Experten mit viele Akteuren, die ein breit angelegtes Konzept vorstellten, für das sich alle verantwortlich fühlen. Gelobt wurde, dass die Schule mit internen und externen Partnern zusammenarbeitet und weiter entwickelt. Auch würden stets neue Kooperationen gesucht.