„Röhrtalbahn ist als nächste dran“

Derzeit beschränkt sich der Personenverkehr auf der Röhrtalbahn auf gelegentliche Fahrten mit historischen Schienenbussen.
Derzeit beschränkt sich der Personenverkehr auf der Röhrtalbahn auf gelegentliche Fahrten mit historischen Schienenbussen.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
  • Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert Fraktionen von CDU und WiSu im Rat der Stadt Sundern
  • „Unvollständige und somit unwahre Aussagen“
  • Sachverhalt während einer Ratssitzung erläutern

Sundern..  In der Diskussion um die Zukunft der Röhrtalbahn hält der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den Fraktionen von CDU und WiSu im Rat der Stadt Sundern „unvollständige und somit unwahre Aussagen“ vor. Wie berichtet, haben beide Fraktionen vorgeschlagen, die – „in Betrieb befindliche und im Nahverkehrsplan zur Reaktivierung für den Personenverkehr vorgesehene“, wie Roland Quentmeier anmerkt – Bahntrasse zwischen Sundern und Neheim-Hüsten in einen Radweg umzuwandeln. Quentmeier, Vorstandsmitglied des VCD Hochsauerland, moniert zum einen das Verschweigen der Information, dass die Diskussion über eine Wiederaufnahme des Bahnverkehrs durch Ratsbeschlüsse und Beschlüsse in anderen Gremien abgeschlossen sei. „Es gibt also seit einigen Jahren keinen Schwebezustand mehr, sondern mehrere aufeinander aufbauende, politisch verbindliche Aufträge zur Reaktivierung der Röhrtalbahn“, stellt der VCD-Vorstand, selbst Sunderner, fest. Zum anderen sei die Behauptung, eine Reaktivierung des SPNV sei heute utopischer denn je, schlicht falsch.

Das genaue Gegenteil sei der Fall. Aufgrund dieser Beschlüsse (https://nrw.vcd.org/fileadmin/user_upload/NRW/Verbaende/Hochsauerland/2016_10_03_Roehrtalbahn-zu-Radweg_CDU-WiSu_VCD-Antwort.pdf) sei die Röhrtalbahn nun im Bedarfsplan enthalten, stehe dort, nach VCD-Informationen, bereits auf Listenplatz vier, wobei die ersten drei Reaktivierungen bereits in verschiedenen Phasen der Umsetzung sind.

„Demnach ist nach unserem Verständnis die Röhrtalbahn als nächste dran“, so Quentmeier.

„Nachhilfe“ während Ratssitzung

Da die Beschluss- und die Faktenlage offenbar selbst unmittelbar am Verfahren Beteiligten nicht mehr geläufig sei – „oder sich durch personelle Wechsel nicht über­mittelt hat“, macht der VCD den Vorschlag einer „Nachhilfestunde“:

Es sei für sämtliche Ratsmitglieder sowie weitere Interessierte sinnvoll, sich vor Herbeiführung etwaiger Beschlüsse den Stand der Dinge durch einen oder mehrere im Verfahren kundige Experten während einer Ratssitzung erläutern zu ­lassen, so der VCD. Schließlich gebe es im Sunderner – und auch im Arnsberger – Rat seit der Kommunalwahl viele neue Gesichter in allen Fraktionen.

Zum Thema Radwege merkt der VCD an, dass seit Jahren Vorschläge auf dem Tisch (oder in den Schubladen) lägen, „die bisher niemand geprüft hat“.