Protestanten nehmen Abschied

Langscheid..  Bereits seit Mitte Februar finden in der Markuskirche keine Gottesdienste und keine Veranstaltungen mehr statt. Inzwischen hat das Landeskirchenamt die Genehmigung erteilt, dass die Kirche entwidmet werden kann. Dies ist Voraussetzung dafür, dass die Kirche mitsamt dem Pfarrhaus und dem Grundstück vermarktet und neu genutzt werden kann. Wie das aussehen kann, wird das Presbyterium der Gemeinde im Laufe der nächsten Monate entscheiden.

Verlust des gemeindlichen Zuhauses

Zunächst einmal richtet sich alle Aufmerksamkeit auf die Entwidmung, die am Sonntag, 14. Juni, in einem letzten Gottesdienst in der Markuskirche vollzogen wird (9.30 Uhr). Dieser Gottes­dienst bedeutet für die Gemeindeglieder einen schwe­ren Einschnitt, war diese Kirche doch über 50 Jahre ihr Anlaufpunkt und ihr gemeind­liches Zuhause. Auch Menschen, die nicht so oft im Gottesdienst waren, erinnern sich, dass sie dort konfirmiert oder getraut wurden, dass ihre Kinder dort getauft oder Ange­hö­ri­ge beer­digt wurden. Für viele ist diese Kirche mit sehr persönlichen Erinnerungen verknüpft. „Ent­spre­chend groß ist die Traurigkeit über die Schließung und Entwidmung, auch wenn dieser Schritt in der letzten Zeit absehbar war“, sagt Pastor Martin Vogt. Alle, die mit der Markuskirche verbunden sind und sich bewusst von ihr verabschieden wollen, sind eingeladen, zu kommen. In Sundern entfällt der Gottesdienst.