Potenzial zum Dauerbrenner

Diese Mädchen begeistern beim ersten Familientag am Sorpesee mit einem netten Osterhasen-Tanz.
Diese Mädchen begeistern beim ersten Familientag am Sorpesee mit einem netten Osterhasen-Tanz.
Foto: WP

Langscheid..  „Hier sind doch ganz viele Kinder! Kommt mal alle zu mir auf die Bühne.“ Anika Rottmann und Frauke Brambrink winken kräftig und gut gelaunt von der Seebühne. Eine frische Brise fegt über die Promenade, Ostern liegt eben in diesem Jahr ziemlich früh. Aber die Kälte macht dem Team im Auftrag der Sorpesee GmbH gar nichts aus.

„Hauptsache, trocken“, formuliert Auszubildende Simona Catapano den Anspruch für den Familientag am Sorpesee. Der Familientag ist nicht nur ein Angebot für alle Eltern, Kinder, Omas und Opas – er ist auch die Abschlussarbeit der angehenden Kauffrau für Touristik und Freizeit. Die Sorpesee GmbH hatte sich als Träger für die Gemeinschaftsarbeit des Kölner Berufskollegs gern angeboten. Und so kommen am Sonntagvormittag viele Kinder von ganz klein bis etwa neun Jahren auf die Bühne, um einmal mit dem fast echten Osterhasen zu tanzen.

Etwas Luft nach oben war bei den Besucherzahlen am Vormittag noch. Vielleicht suchten einige Kinder erst noch im Garten, vielleicht warteten andere noch, bis die Sonne aus den Wolken guckte. Viele Kleine freuten sich besonders auf die Suche nach dem goldenen Ei. Die Azubis und ihr Team wollten nämlich etwa 700 Schokoeier und 500 bunte Eier an der Promenade verstecken.

Mammutaufgabe

Eine Mammutaufgabe auch für fleißige Osterhasen, für die man sich gleich am Glücksrad einen Stempel abholen konnte. „Was, noch zwei Stunden?“ Wer früh dran war, hatte keineswegs, wie manche ganz schlaue Sucher sich erhofft hatten, einen Startvorteil. Denn der erste Suchdurchgang startete erst um eins. Aber macht nix. Wo es Kinderschminken gibt, da verfliegt die Wartezeit ohnehin von selbst.

Eiskönigin, Hund, Regenbogentiger: Kein Motiv war den Mädels von der KLJB Langenholthausen zu schwer. Dazu gab es auch gleich noch eine Einladung für die Langenholthausener Zeltfreizeit. Bei sechs Wochen Sommerferien schon einmal eine prima Planungshilfe.

Viele verschiedene Aktivitäten

„Mama, Hunger!“ Wie erwartet, weckt der wunderbare Duft auf der Promenade auch kurz nach dem Frühstück Kinder-Gelüste. Kein Problem, das Angebot ist riesig: Vom Crêpe über Eis und Grillgut bis hin zum Stockbrot. Die Wahl fällt auf das Ereignis Stockbrotbraten. Da kann Mama sich unter dem Deckmantel der Hilfestellung gleich aufwärmen. Das Stockbrot hat zwar trotzdem verbrannte Stellen, Mama aber dafür wieder warme Füße.

Jetzt ist das Basteln an der Reihe. Ein Osterei kann man für einen Euro bemalen, für drei Euro gibt es gar einen hübschen Holzhasen als Mitbringsel. Ganz oben auf der Hitliste die Kuscheltiere vom Nachbarstand: Niedliche Ponys, Kaninchen und Pinguine werden mit Mut zur Lücke angeboten. Die Lücke darf vom Kind gleich genutzt werden: In diese können die Kinder nämlich das Füllmaterial für ihr Plüschtier eigenhändig stopfen, sogar ein kleines Herz darf mit eingearbeitet werden. Mit Geburtsurkunde natürlich ein ganz unschlagbares Souvenir vom Familientag.

Noch eine Runde auf der Hüpfburg, und Überraschung: Es ist schon ein Uhr! „Das goldene Ei habe ich schon in der Tasche. Ich bin Ostereier-Such-Champion!“, gab sich der Nachwuchs im Vorfeld siegessicher. Es zeigte sich aber, dass der Osterhase doch raffinierter war als gedacht. Und so stecken in Mamas Taschen am Ende zwar leider nicht die Freikarten für Fort Fun, die Familien natürlich besonders gut gebrauchen können. Dafür aber jede Menge Schokoeier, die als Trostpreis auch nicht schlecht sind.

Zielmarke ganz locker erreicht

Je mehr sich die Sonne zeigte, desto voller wurde es am Nachmittag auf der Promenade: „Wir haben unser Ziel von 2000 Besuchern locker geschafft und auch ganz viel positives Feedback von den Eltern bekommen“, so die Organisatoren. Gerade bei der Eiersuche war die Bühne voll: „Die goldenen Eier waren alle ruck, zuck gefunden. Da waren wir selbst erstaunt.“ Das Angebot am Ostermontag hat also auf jeden Fall das Potenzial zum Dauerbrenner. Und wer weiß, vielleicht hat der Osterhase den Sorpesee ja auch im nächsten Jahr noch einmal im Terminkalender stehen...

Info

Das Fest für Familien wurde organisiert von den Auszubildenden der Sorpesee GmbH.

Und zwar von Anika Rottmann, (Jugendherberge Bonn), Frauke Brambrink, (Bäderbetrieb Dorsten), Kevin Galas, (Bäderbetrieb Dorsten), Marie Heidrich, (Touristik & Stadtmarketing) und natürlich Simona Catapano.

Die angehenden Kaufleute für Tourismus und Freizeit lieferten damit eine lebendige Abschlussarbeit ihrer Ausbildung.